© pixelio.de/Michael Grabscheit

STUDIE
11/10/2010

Wer viele SMS schreibt, führt ein Lotterleben

Teenager, die zum exzessiven SMS-Gebrauch neigen, haben eher Probleme als andere. Laut einer US-Studie haben sie häufiger wechselnde Sex-Partner und greifen eher zu Alkohol, Zigaretten und illegalen Drogen.

Jugendliche, die mehr als 120 SMS pro Tag verschicken oder sehr viel Zeit in Online-Netzwerken verbringen, gefährden ihre Gesundheit. So lässt sich das Ergebnis einer Studie von Medizinern an der Case Western Reserve University zuspitzen. Die Wissenschaftler befragten 4257 High-School-Schüler nach ihrer Handy- und Social-Networking-Nutzung. Glaubt man den Resultaten, so neigen SMS-Vielschreiber zu Dorgenmissbrauch, Depressionen, Schlafstörungen und häufig wechselnden Sex-Partnern. 55 Prozent der exzessiven SMS-Nutzer weisen im Vergleich zu ihren Klassenkollegen außerdem eine höhere Gewaltbereitschaft auf und sind schon einmal in eine Schlägerei verwickelt gewesen.

Insgesamt gilt einer von fünf Jugendlichen als "Hypertexter", schreibt also mehr als 120 Kurznachrichten am Tag. Beim Social Networking ist der exzessive Gebrauch deutlich geringer - nur einer von zehn Teenagern verbringt täglich mehr als drei Stunden auf Seiten wie Facebook oder MySpace. Bei diesen sticht vor allem die Gewaltbereitschaft ins Auge: 94 Prozent der "Hypernetworker" haben sich schon einmal geprügelt. 84 Prozent haben schon mit illegalen Drogen experimentiert.

Alarmierend

"Das sollte ein Weckruf für alle Eltern sein", schreibt Studienautor Scott Frank in einer Aussendung. Sie sollten ihren Kindern nicht nur beibringen, während des Autofahrens keine Nachrichten zu schreiben, sie sollten auch gegen deren exzessive Nutzung von Handys und Social Networks allgemein einschreiten, meint Frank.

Die Studienergebnisse sollen die Situation jedoch nicht dramatisieren. Die Autoren weisen daraufhin, dass es zwar Zusammenhänge gebe, SMS oder Online-Netzwerke jedoch nicht die Ursache für schlechtes oder gesundheitsschädliches Verhalten sind.

(futurezone/Claudia Zettel)

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