Digital Life
25.10.2016

Wie man an kostenloses WLAN im Flugzeug kommt

WLAN im Flugzeug ist oftmals teuer. Doch ein Hacker hat einen Weg gefunden, wie man mit einfachen Mitteln die Bezahlschranken an Bord umgehen kann.

WLAN im Flugzeug ist in Europa weiterhin rar, doch die Situation beginnt sich langsam zu bessern. Immer mehr Fluglinien bieten Internet über den Wolken an, doch der Preis dafür ist oftmals hoch. Ein einfallsreicher Hacker hat allerdings einen Weg gefunden, wie man kostenlos an Internetzugang kommen kann. Er hat mehrere Lücken im System von Gogo gefunden, das bei zahlreichen international tätigen Fluglinien verwendet wird. Eine Methode ist simpel und lässt sich auch ohne technisches Vorwissen anwenden, allerdings funktioniert sie nur auf dem iPhone.

iPhone oder eigener Server erforderlich

Dazu verbindet man sich mit dem Gogo-WLAN und besucht die Filmauswahl im Browser. Sobald man auf einen Film klickt, wird eine Seite geöffnet, auf der man die Gogo-App herunterladen kann. Nachdem das Captcha eingegeben wurde, kann ein weiteres Tab geöffnet und das Internet kostenlos genutzt werden. Mehrere Nutzer berichten, dass die Session allerdings meist nach 15 Minuten beendet wurde und nach dem vierten Versuch keine Verbindung mehr möglich war.

Die etwas kompliziertere Methode funktioniert mit allen Geräten, setzt allerdings einen selbstgehosteten SSH-Server oder einen VPS (Virtual Private Server) voraus, der als Proxy dient. Da der Port 3128 im Gogo-System freigeschaltet ist, lässt sich der Traffic auf diesem Weg durchschleusen. Eine ausführlichere Beschreibung findet sich auf dem Blog von Twitter-Nutzer Someguy.

Europa hinkt hinterher

Gogo ist vorwiegend in den USA zu finden, allerdings setzen auch die British Airways, Aer Lingus, Iberia sowie mehrere asiatische Fluglinien auf das System der US-Amerikaner. In Europa gibt es aber weiterhin auf nahezu allen Kurzstreckenflügen kein WLAN. Der Grund dafür liegt vor allem in der technischen Versorgung. Während in den USA ein flächendeckendes Netz vorhanden sind, muss man in Europa auf kostspieligere Satelliten-Lösungen zurückgreifen.