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Kryptowährung Wo man überall mit Bitcoins bezahlen kann.

Deutliches Zeichen dafür, dass Bitcoin in diesem Geschäft akzeptiert wird
Deutliches Zeichen dafür, dass Bitcoin in diesem Geschäft akzeptiert wird - Foto: REUTERS/MARK BLINCH
Du bist stolzer Bitcoin-Besitzer, möchtest die Kryptowährung aber nicht nur als Geldanlage nutzen. Hier kannst du mit dem digitalen Geld auf Shopping-Tour gehen.

Der Bitcoin-Kurs hat sich seit Jahresbeginn vervielfacht. Das liegt zum größten Teil an Investoren, die die Kryptowährung als Geldanlage und zur Finanzierung von Start-ups nutzen. Das ursprüngliche Versprechen der Blockchain-Währung, einfach, unkompliziert und direkt Zahlungsvorgänge abzuwickeln, ist etwas in den Hintergrund gerückt.

Wer seine Bitcoins nicht nur als Finanzanlage versteht, sondern auch aktiv damit Waren kaufen will, der hat verschiedene Möglichkeiten. Neben einschlägigen Darknet-Handelsplätzen, wo die Kryptowährung gängiges Zahlungsmittel ist, bieten auch immer mehr andere Händler die Zahlung mit Bitcoins an.

Wie mit Bitcoins bezahlen?

Um mit Bitcoins zu bezahlen, brauchst du zunächst ein Wallet. Ein Wallet ist eine App, die als eine Art digitale Geldtasche fungiert. Stößt du nun in einem Online-Shop auf eine Bezahlmöglichkeit mit Bitcoins, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Es wird eine Bitcoin-Adresse angezeigt, die du in deinem Wallet als Bezahladresse einfügst.
  • Es gibt eine Schaltfläche, über die automatisch dein Wallet geöffnet und die jeweilige Bezahladresse eingefügt wird.
  • Es wird ein QR-Code angezeigt, den du mit deinem Smartphone, auf dem ebenfalls eine Wallet-App installiert sein muss, einscannen kannst.

 

Willst du in einem Geschäft oder in einem Café mit Bitcoins bezahlen, funktioniert das in der Regel ebenfalls mittels eines QR-Codes. Der QR-Code kann entweder bereits den zu bezahlenden Betrag enthalten, oder aber du musst nach dem Öffnen der Wallet-App noch den Kaufpreis einfügen.

Wo mit Bitcoins bezahlen?

Wir haben für euch eine kleine Auswahl von Anbietern zusammengestellt, die Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren. Weiter unten findet ihr auch Links zu anderen Verzeichnissen, die noch mehr Händler und Geschäfte auflisten.

Edustore

Der Online-Shop für Studenten akzeptiert seit 4. Oktober 2017 Bitcoins. Der Händler, der Studenten günstigere Laptops, Tablets und Smartphones anbietet, verlost zudem zum Start Hardware. Jener Kunde, der als Erster am 4. Oktober die Zahlungsfunktion nutzt, bekommt den Kaufpreis für das erste Produkt im Warenkorb erstattet.

Steam

Stellvertretend für die "Big Player" der IT-Branche, die in Sachen Bitcoin-Akzeptanz vorangehen wie etwa Microsoft, Mozilla, Dell, Time oder das japanische Online-Warenhaus Rakuten, sei hier die Spiele-Vertriebsplattform Steam der Valve Corporation genannt.

Wer auf Steam Spiele kaufen will, kann das auch mit Bitcoins machen. Die Umsetzung ist jedoch etwas kompliziert gelöst, denn man muss zunächst Bitcoins als Geldguthaben auf den eigenen Steam-Account übertragen. Die Bezahlung per Bitcoin funktioniert also nur über einen Umweg.

WordPress

Wer viel im digitalen Raum zu tun hat, hat die besten Karten, wenn es darum geht Leistungen mit Bitcoins zu bezahlen. So akzeptieren viele Internet-Unternehmen für Accountgebühren oder Abos mittlerweile Bitcoins als Zahlungsmittel.

Der Bloghosting-Service WordPress war einer der Vorreiter in diesem Bereich. Auch auf Seiten wie Reddit oder 4Chan, die über eine sehr aktive, tech-affine Community verfügen, kann mit Bitcoins bezahlt werden.

Lieferando

Der erste Bezahlvorgang via Bitcoin wurde bekanntlich für den Kauf einer Pizza abgewickelt. Den Bitcoin-Pionieren kann man heute nacheifern und beim Lieferservice Lieferando mit Bitcoins für seine Pizza bezahlen.

Der zivilisatorische Fortschritt ist unverkennbar, denn neben Pizza bringt Lieferando natürlich auch Burger, Sushi oder Pasta vorbei. Da Schwesterunternehmen von Lieferando auch in anderen Ländern aktiv sind, ist dieses Angebot nicht auf Deutschland beschränkt.

Spenden mit Bitcoins

Wenig überraschend sind es insbesondere Internetphänomene wie Wikileaks und Wikipedia, wo Spenden in Form von Bitcoins eingezahlt werden können. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace will Digital Natives abholen und zum Spenden via Bitcoin bewegen.

Einzelhandel/Restaurants

Während man mittlerweile ganz gut über die Runden kommt, wenn man mit Bitcoins online bezahlen möchte, sind die Akzeptanzstellen in der echten Welt eingeschränkt. Vereinzelt finden sich aber vor allem in den Großstädten Geschäfte und Cafés in denen mit Bitcoins bezahlt werden kann.

Bekanntestes Beispiel in Deutschland ist vermutlich das Room77 in Berlin, das eines der ersten Lokale weltweit war, das Bitcoins akzeptierte. Heute zahlt dort rund ein Fünftel der Kunden ihren Kaffee oder ihr Feierabendbier mit der Digitalwährung.

Weitere Verzeichnisse

Keine uns bekannte Auflistung von Bitcoin-Akzeptanzstellen ist vollständig. Für einen möglichst vollständigen Überblick empfiehlt es sich also, mehrere Verzeichnisse zu vergleichen. Wir haben für euch eine Auswahl dieser Listen zusammengestellt:

BitcoinWiki (mehr Infos; listet eine eingeschränkte Auswahl von Unternehmen und Organisationen bei denen mit Bitcoins bezahlt werden kann)

bitcointrading.com (ein umfangreiches, internationales, aber etwas unübersichtliches Verzeichnis)

btc-echo.de (vor allem für den deutschsprachigen Raum interessant)

Spendabit (zur Webseite) (eine Suchmaschine, über die man nach Produkten suchen kann, die mit Bitcoins bezahlt werden können)

Auch praktisch: auf Coinmap kannst du dir Bitcoin-Akzeptanzstellen in deiner Nähe anzeigen lassen. Bei einem Blick auf Deutschland, wird deutlich, dass es hierzulande noch Aufholbedarf gibt. Einzig Berlin kann mit vergleichbaren europäischen Großstädten mithalten. Die anderen Großstädten schneiden im Vergleich zu ähnlich dimensionierten Städten wie Prag, Wien oder Amsterdam schlecht ab.

Bitcoins kaufen

Falls du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und selbst mit Bitcoins auf Einkaufstour gehen möchtest, kannst du hier nachlesen, wo du Bitcoins kaufen kannst. Ein besonders einfacher Weg ist dabei der Gang zur nächsten Postfiliale.

 

Dieser Artikel ist ursprünglich auf futurezone.de erschienen.

(futurezone) Erstellt am 05.10.2017, 15:36

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