Digital Life
04/08/2011

Woche 12: iPad 2 - kaufen oder nicht kaufen?

Seit Freitag, 25. März, ist das iPad 2 von Apple in Österreich erhältlich. Im Vergleich zum Vorgänger-Modell bietet es leichteres und dünneres Design, zwei Kameras für Fotos, Videos und Videotelefonie und neue Software. Der Tablet-Computer ist für viele reizvoll, unüberlegt sollte man aber auf keinen Fall zugreifen.

Für wen ist das iPad 2 interessant?
Im Zuge des Hypes rund um Tablet-Computer ist das iPad 2 für österreichische Interessierte das derzeitige Top-Gerät. Im Vergleich zum Vorgänger bietet es einen schnelleren Doppelkern-Prozessor, was für 3-D-Games und aufwendige Programme wie etwa "Garageband" für Musiker wichtig ist. Weniger toll sind die Kameras, die im Vergleich zu Digicams keine guten Bilder machen. Die Möglichkeit, über die Front-Kamera Videotelefonate führen zu können, ist interessant, aber mit Einschränkungen verbunden. Denn "FaceTime" funktioniert nur zu anderen Apple-Geräten wie dem iPhone 4, ist also nur für jene nützlich, die viele Freunde mit neuen Apple-Produkten haben.

Was spricht gegen die Anschaffung des iPad 2?
Enttäuschend ist, dass das iPad 2 keine Verbesserung beim Bildschirm bringt. Die Auflösung ist gleichgeblieben, und das Display selbst reflektiert immer noch so stark wie die erste Version, was eine Nutzung draußen bei Sonnenlicht fast unmöglich macht. Steckplätze für SD-Karten oder USB-Sticks gibt es immer noch nicht. Außerdem sollte man das "alte" iPad nicht außer Acht lassen: Denn Apple hat es um 120 Euro verbilligt und ist ab sofort ab 380 Euro erhältlich. Generell muss gesagt werden, dass Tablet-Computer keine Arbeitsgeräte, sondern Unterhaltungs-Gadgets sind - Facebook, eMail, Spiele und Internetsurfen funktionieren super, wer längere Texte schreibt, viele Stunden vor dem Monitor verbringt und wirklich mit dem Gerät arbeiten will, der sollte lieber ein Notebook kaufen.

Wie sieht es mit Alternativen zum Apple-Tablet aus?
In Österreich gibt es derzeit mit dem "Samsung Galaxy Tab" eigentlich nur eine einzige Alternative zum iPad. Es ist kleiner als das iPad, läuft auf dem Google-Betriebssystem "Android" und kostet etwa 500 Euro. Wer ein Android-Tablet möchte, sollte aber lieber bis April/Mai warten, weil dann Hersteller wie Samsung, LG und Motorola ihre neuen Tablets nach Österreich bringen werden und attraktive Preise bieten müssen, um mit Apple konkurrieren zu können.

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