Digital Life
06/13/2013

Wolke regnete in Facebooks erstem Datenzentrum

Ein Cloud-Problem der anderen Art hatte das soziale Netzwerk in seinem ersten eigenen großen Datencenter. Wie ein hochrangiger Netzwerk-Techniker nun gegenüber einem britischen Medium zugab, habe sich bei Inbetriebnahme eine Wolke im Raum gebildet, die auf die Server abregnete.

Wie The Register in einem amüsanten Artikel entlarvt, soll sich der Vorfall im Sommer 2011 in Facebooks Datencenter in Prineville, Oregon, zugetragen haben. Der Netzwerkverantwortliche Jay Parikh sei damals mit den Worten "Da ist eine Wolke im Datencenter" in die Serverräume gerufen worden. Tatsächlich habe sich durch Probleme im Kühlsysteme eine derartig hohe Luftfeuchtigkeit und in weiterer Folge eine Wolke gebildet, die für Regen innerhalb des Centers sorgte.

Server-Kurzschluss
Einige Minuten habe man das Knistern und Zischen gehört, als das Wasser die Stromzufuhr der einzelnen Server bearbeitete und zu einer Reihe von Kurzschlüssen sorgte. Die Probleme entstanden durch das in Prineville verwirklichte natürliche Kühlsystem, das statt einer elektrischen Klimaanlage auf eine wasserbasierte Luftkühlung von außen setzt. Der Luft-Wärme-Austausch ging aber schief und übrig blieb mit 95 Prozent Feuchtigkeit angereicherte Luft, die schließlich die ominöse Wolke bildete.

Parikh zufolge habe Facebook aus den Vorfällen natürlich gelernt. Zum einen sei die Steuerung des Systems so verändert worden, dass ein ähnlicher fataler Kreislauf nicht mehr passieren könne. Zudem sei die Energiezufuhr der Server nun mit einem wasserabweisenden "Gummi-Regenmantel" vor Wasser geschützt, so Parikh.

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