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03/18/2014

YouTube: Power-User suchen nach bedenklichen Inhalten

YouTube holt sich Hilfe von 200 Nutzern, die mit zusätzlichen Tools ausgestattet werden, um bedenkliche Videos zu finden. Diese können sie aber nur melden, nicht löschen.

Rund 200 YouTube-Nutzer haben vom Videostreaming-Dienst Sonderrechte erhalten, um Videos besser melden zu können. Das berichtet das Wall Street Journal. Demnach können diese Nutzer mit der Hilfe „spezieller Tools“ bis zu 20 Videos gleichzeitig beurteilen und zur Überprüfung melden. Normale YouTube-Nutzer können Videos ebenfalls melden, allerdings sind sie im Vergleich zu den „Power-Usern“ deutlich stärker eingeschränkt. Die Financial Times berichtete vergangene Woche davon, dass die Internet-Terrorismus-Einheit der britischen Polizei unter anderem zu diesen Power-Usern gehöre und Videos mit extremistischen Inhalten melde.

Keine Lösch-Befugnis

Die überwiegende Mehrheit dieses auserwählten Kreises bestehe aber aus „Personen, die sehr viel Zeit damit verbringen, Videos, die gegen die YouTube-Nutzungsbedingungen verstoßen, zu melden.“ Weniger als zehn Konten entfallen auf Behörden oder NGOs. Das Melden bleibt meist nicht ohne Folgen. Laut Wall Street Journal werden 90 Prozent der Videos, die von diesen Power-Usern gemeldet werden, gelöscht oder mit einer Altersbeschränkung versehen. YouTube betonte jedoch, dass man weiterhin die Hoheit über das Löschen besitze und diese Nutzer lediglich Videos zur Beobachtung melden können. Das Löschen werde von YouTube-Mitarbeitern vorgenommen, die rund um die Uhr im Einsatz seien.