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Strategie A Planet of Mine: Space-Zivilisation mit Rakete und Huhn.

Ein Planet ist nicht genug.<br />
 
Ein Planet ist nicht genug.
  - Foto: futurezone/Screenshot
Als dunkler Lord müssen wir unseren Planeten bebauen, um neue Güter zu gewinnen. Mit der Zeit und ausreichendem Knowhow werden dann neue Planeten erobert.

Gerade für mobile Plattformen ist es oft äußerst schwer Games zu finden, die auch auf Dauer gerne gespielt werden. Zwar finden sich viele Spiele mit interessanten und spannenden Stories, für mehrere Wochen oder gar Monate hält aber kaum eine Geschichte. Obwohl man sich mit üblichen Verdächtigen wie Clash of Clans oder Candy Crush sehr lange beschäftigten kann, werden diese Titel oft künstlich verlangsamt, um die Spieler dazu zu bringen, den Fortschritt mit In-App-Käufen zu beschleunigen. 

Auch „A Planet of Mine“ setzt auf In-App-Käufe, beschneidet aber deswegen nicht den Fortschritt seines Spieles. Das 4X-Strategie-Game erinnert dabei an die Platzhirsche des Genres, ist mit seiner Umsetzung für mobile Geräte aber ein unterhaltsamer Begleiter für unterwegs.

Aufbau der Zivilisation

Beim ersten Start kommen vor allem eine Menge Fragen auf. Zu sehen ist eine kreisrunde Welt, die unseren Planeten darstellen soll. Wohl auch weil nur sieben Flächen zu Beginn sicht- und nutzbar sind, weiß ich nicht so recht, was mich erwartet. Wir werden erstmal angewiesen, unsere Hühner einem Platz zuzuweisen. Stellen wir diese beispielsweise auf den einzig zum Start vorhandenen Wald, beginnen sie Holz zu hacken. Das dadurch gewonnene Material wird, ähnlich wie bei Minecraft, in einer Übersicht gesammelt und kann dann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden.

Um die Zivilisation des Planeten voranzutreiben, müssen mehr Einwohner her. Bevor wir unsere neuen Weltraum-Hühner mit einer einfachen Touch-and-Press-Geste herzaubern können, müssen wir Hütten für sie bauen. Diese können auf freien Flächen platziert werden. Sind alle Felder belegt, müssen wir etwaige Wälder oder Sträucher gegen eine „Destruction-Fee“ zerstören lassen, um neuen Platz zu schaffen. Am Bau der Hütte können dann mehrere Hühner gleichzeitig werken, um die Arbeit zu beschleunigen. Wer besonders ungeduldig ist kann zusätzlich noch den Planeten im Uhrzeigersinn drehen. Durch die Drehung schreitet die Zeit schneller voran.

Bei aller Liebe für Geschwindigkeit sollte man sich das Drehen an der Uhr aber zweimal überlegen: Einmal nicht aufgepasst, sind mir die Essensvorräte zuneige gegangen und meine Hühner sofort verendet. Zwar lassen sich diese schnell wieder herzaubern, die gesunkene Produktivität verursacht aber einen Teufelskreis an knappen Vorräten.

Hühner erobern den Weltraum

Selbstverständlich geht es in "A Planet of Mine" aber nicht nur um das Hacken von Holz und Bauen von Hütten. Ein Blick in das Handbuch belehrt uns hier eines Besseren. Die per Knopfdruck abrufbare Übersicht liefert sämtliche Informationen, wo Materialien gefunden werden können, wofür sie genutzt werden oder wie man sie erzeugt. Durch clevere Verlinkungen innerhalb des Handbuchs kann dabei direkt zu den gesuchten Gegenständen gesprungen werden, was mir die lästige Sucherei erspart.

Um beispielsweise die auf unserem Planeten geparkte Rakete nutzen zu können, mit der wir neue Planeten erobern wollen, ist Treibstoff notwendig. Im Handbuch findet sich die Erklärung, wo dieser zu gewinnen ist: Mit einem einfachen "Brunnen", platziert an der richtigen Stelle, kann Treibstoff gefördert werden.

Um die nächsten Entdeckungen zu machen, ist Forschung notwendig. Forschung kann betrieben und beschleunigt werden, wenn Papier vorhanden ist. So geht die Kette immer weiter. Man versucht dabei permanent die perfekte Balance auszuloten, um seine Zivilisation weiterzuentwickeln. Gleichzeitig muss aber mit dem sehr knappen Platz auf dem Planeten gehaushaltet werden.

All der Treibstoff für die Rakete reicht aber nicht aus, wenn wir nicht weit genug in den Weltraum sehen, um den nächsten Planeten erobern zu können. Auch hierfür ist der Fortschritt notwendig, der beispielsweise durch die „Förderung“ von Forschung erreicht werden kann.

Handel oder Eroberung

Sind wir dann erstmalig soweit, einen neuen Planeten zu erreichen, wird es ernst. Sofern der neue Planet bereits zivilisiert ist, können wir die dort lebende Spezies zu Freund oder Feind erklären. Je nach Wahl betreiben wir dann Handel mit ihnen oder verfolgen sie bis zum bitteren Ende.

„A Planet of Mine“ enthält in seiner Grundversion spielbare Tutorials, sowie eine zeitlich limitierte Variante, in der sich aber alle Aspekte des Spieles probieren lassen. Wer dann Spaß an dem Spiel gefunden hat, kann mittels einmaligem In-App-Kauf die unlimitierte Version kaufen. Darin enthalten sind dann neue Spezies wie Pandas, Eulen oder Koalas. Außerdem kommen noch eine Reihe von Modi und Herausforderungen dazu. Die hinzugekommene Spezies können dann als eigene Start-Charaktere genutzt oder auf anderen Planeten entdeckt werden.

Fazit

„A Planet of Mine“ verspricht langanhaltende Unterhaltung. Das 4X-Strategie-Spiel setzt dabei auf eine liebevolle Grafik, angenehmen Soundtrack und unendliche Spielvariationen. Das Spiel bietet mit seinen verschiedenen Herausforderungen und dem Unendlich-Modus sowohl für Zwischendurch als auch für ein Spielstündchen die passenden Modi. Einzig Kinderkrankheiten wie das gelegentliche Abstürzen mitten im Spiel nerven etwas.

„A Planet of Mine“ ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Das In-App-Komplettpaket ist für 5,49€ erhältlich.

(futurezone) Erstellt am 16.07.2017, 06:00

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