Games
05.01.2019

Auf diese Spiele-Highlights kann man sich 2019 freuen

Pokémon, MechWarrior und Shenmue: Heuer kehren vor viele altbekannte Titel auf PC und Spielkonsole zurück.

2019 wird ein spannendes Jahr für die Videospielbranche. Während Sony und Microsoft sich schön langsam auf den Sprung in die nächste Konsolengeneration (inklusive Cloudgaming und Co) vorbereiten, versucht Nintendo mit neuen Exklusivtiteln Marktanteile gut zu machen. Das Mittel ist dabei aber bei fast allen Herstellern das Gleiche: Neue Ableger von altbekannten und erprobten Spielereihen und Marken. Große Wagnisse gehen nur wenige ein.

Dabei greift man auch tief in das Archiv und holt schon totgeglaubte Serien zurück. Das derzeit wohl beste Beispiel dafür, dass das funktionieren kann, liefert Publisher THQ Nordic, der Titel wie Jagged Aliance, Desperados, Darksiders und Kingdoms of Amalur wiederbelebt. Doch auch abseits der Retro-Schiene hat das Spielejahr 2019 viele Highlights zu bieten.

Bayonetta 3 (2019, Switch)

Waffen an Händen und Füßen und ein Anzug aus Haaren, der sich in mächtige magische Wesen verwandeln kann: Die Welt von Bayonetta ist schräg. Dennoch hat Entwickler Platinum Games mit der Reihe mitunter die besten Hack-and-Slay-Titel des Jahrzehnts abgeliefert, zu dessen Fans selbst Prominente wie Lady Gaga zählen. Ab 2019 darf Hexe Bayonetta wieder auf die Jagd gehen, viel ist dazu aber noch nicht bekannt. Seit der Ankündigung 2017 herrschte weitestgehend Funkstille, der Entwickler vermeldete lediglich, dass man auf Kurs sei.

Days Gone (26. April, PS4)

Auch 2019 bekommt das Survival-Horror-Genre einen potenziellen Blockbuster spendiert. In Days Gone ist man als Biker Deacon St. John durch eine postapokalyptische Welt unterwegs, in der ein Großteil der Menschheit in Zombie-ähnliche Wesen verwandelt wurde. Der Exklusivtitel setzt auf ein Open-World-Konzept. Der Spieler kann sich frei durch die Spielwelt bewegen und Gegner auch unbemerkt ausschalten. Das Spiel wird wohl auch eine Art Lackmustest für das Zombie-Genre, das zuletzt wieder an Popularität verloren hat.

Devil May Cry 5 (8. März, PC/PS4/XBO)

Beim Titel „Hack-and-Slay-Spiel des Jahres“ könnte Bayonetta 3 mit Devil May Cry 5 harte Konkurrenz bekommen. Neben Dante und Nero geht nun ein weiterer Charakter namens V auf Dämonenjagd, wobei noch nicht näher bekannt ist, welche Waffen er einsetzen wird. Im aktuellen Trailer ist allerdings zu sehen, wie er verschiedene Dämonen in Tierform beschwört, beispielsweise einen Panther, mit denen er Gegner attackiert.

Gears 5 (2019, XBO)

Microsoft hat den Titel seines Xbox-Aushängeschildes Gears of War „aufgeräumt“ und nennt es nur mehr „Gears“. Meinetwegen könnte es Microsoft auch Baby Shark Dance Simulator nennen, solange Marcus Fenix, Splitscreen-Koop und Kettensägen-Gewehr erhalten bleiben. Glücklicherweise scheint ebendas der Fall zu sein, die ersten Gameplay-Szenen lassen das altbekannte „Gears of War“-Feeling wiederaufleben.

MechWarrior 5: Mercenaries (10. September, PC)

Knapp 17 Jahre nach der Veröffentlichung des letzten großen Titels, kehrt die Mech-Simulation wieder auf den PC zurück. Der vom kanadischen Studio Piranha Games (nicht zu verwechseln mit Gothic-Schöpfer Piranha Bytes) entwickelte Titel hätte bereits 2018 erscheinen sollen, wurde aber auf 2019 verlegt, um „die bestmögliche Singleplayer-Erfahrung zu bieten“. Erste Hands-on-Berichte von Kritikern und Fans sind vielversprechend. Wer übrigens die Wartezeit bis dahin verkürzen möchte: MechWarrior 4 wurde inklusive Add-Ons 2010 von BattleTech kostenlos verfügbar gemacht und sollte auf Umwegen weiterhin erhältlich sein.

Mortal Kombat 11 (23. April, PC/PS4/XBO/Switch)

Fans müssen nicht lange auf einen Nachfolger für Mortal Kombat X warten. Bereits am 23. April soll Mortal Kombat 11 für alle gängigen Plattformen erscheinen, die Ankündigung erfolgte relativ kurzfristig auf den Game Awards im Dezember. Der Cinematic Trailer verriet nicht sonderlich viel zu den Neuerungen, doch Entwickler NetherRealm will offenbar künftig das Anpassen von Charakteren erlauben. Das dürfte vor allem in der kompetitiven Fighting-Game-Community viele neue taktische Möglichkeiten eröffnen. Zudem dürfen sich neue Charaktere und eine neue Grafik-Engine, die die brutalen Kämpfe besser in Szene setzen soll, dazugesellen.

Ori and the Will of the Wisps (2019, PC/XBO)

Auch Österreich steuert dieses Jahr einen „Blockbuster“ bei. Ori and the Will of the Wisps ist der Nachfolger des von Kritikern gefeierten Jump’n’Runs Ori and the Blind Forest und dürfte vor allem Rayman-Fans begeistern. Im Vergleich zum Vorgänger hat man deutlich ausgebaut: Ori kann seine Fähigkeiten über einen Skill-Baum erweitern, es gibt nun einen unterhaltsamen Speedrun-Modus und freies Speichern ist endlich möglich. Kombiniert mit dem unverwechselbaren Stil und flottem Gameplay lässt uns der Titel schon ungeduldig auf den Release warten, der im Laufe des Jahres erfolgen soll.

Pokémon Switch (2019, Switch)

Obwohl mit Pokémon Let’s Go Pikachu und Evoli im Vorjahr bereits erste Pokémon-Titel erschienen sind, wird der erste „richtige“ Switch-Ableger der Pokémon-Reihe erst 2019 folgen. Entwickler Game Freak hielt sich bislang mit Informationen zum neuen Pokémon zurück, nicht einmal der offizielle Name ist bislang bekannt.

Zuletzt bestätigte man lediglich, dass die Entwicklung für die Switch schwieriger als gedacht sei. Das deutet wohl auch darauf hin, dass man mit dem Titel nicht vor Weihnachten rechnen sollte. Eine Ankündigung könnte im Juni auf der E3 erfolgen. Zumindest gibt Town, ein weiterer Switch-Titel von Game Freak, der derzeit in Entwicklung ist, Einblick in den Grafikstil, der uns wohl erwarten wird.

Psychonauts 2 (2019, PC/macOS/Linux/PS4/XBO)

LucasArts-Legende Tim Schafer, bekannt unter anderem für seine Arbeit an Monkey Island, Day of the Tentacle und Grim Fandango, bringt 2019 einen weiteren schrägen Titel zurück: Psychonauts. Der Platformer wurde beim Release 2005 von Kritikern gefeiert, verkaufte sich aber nur mäßig.

In den vergangenen 14 Jahren erarbeitete sich der Titel aber Kultstatus, weswegen nun mit Psychonauts 2 ein Nachfolger erscheint. Die absurde Geschichte kann auf allen gängigen Plattformen gespielt werden – außer der Nintendo Switch. Entwickler Double Fine schließt aber nicht aus, dass nach dem Release 2019 auch ein Switch-Port folgen könnte.

Sekiro: Shadows Die Twice (22. März, PC/PS4/XBO)

Wenn Entwickler From Software einen neuen Titel ankündigt, kann man sich einer Sache sicher sein: Es wird kein einfaches Spiel. Die „Dark Souls“-Reihe ist für den Tod unzähliger Controller verantwortlich und auch der PS4-Exklusivtitel Bloodborne war erfrischend fordernd.

Auch bei Sekiro, in dem man in die Rolle eines Shinobi schlüpft, wird man wohl zunächst viel lernen müssen. Hidetaka Miyazaki, Präsident von From Software, erklärte bereits in einem Interview, dass man im Spiel nach Gelegenheiten suchen muss, in denen der Gegner die Deckung fallen lässt – oftmals auch aus dem Verborgenen heraus. Auch die Armprothese, die um Waffen und Werkzeuge erweitert werden kann, dürfte für neue taktische Komponenten sorgen.

Shenmue III (27. August, PC/PS4)

Apropos Spieleserien, die unverhofft fortgesetzt werden: Shenmue II bekommt 18 Jahre später einen Nachfolger. Nach einer extrem erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne, bei der rund 7,2 Millionen US-Dollar zusammenkamen, sowie starker Fan-Nachfrage (Microsoft als auch Sony bestätigten, dass Shenmue III einer der am häufigsten von Fans nachgefragten Titel aller Zeiten sei) wurde die Entwicklung der Saga fortgesetzt.

Es bleibt zu hoffen, dass man nicht an den hohen Erwartungen der Community scheitert – der Titel gilt nach wie vor als eines der besten Dreamcast-Spiele aller Zeiten. Wer sich auf den neuen Teil einstimmen möchte, kann die im Vorjahr veröffentlichten HD-Versionen von Shenmue I und II (verfügbar für PC, PS4 und Xbox One) durchspielen.

Star Wars Jedi: Fallen Order (2019, PC/PS4/XBO)

Ein neuer Star-Wars-Titel mit Singleplayer-Kampagne hat Seltenheitswert. Umso überraschender war die nahezu beiläufige Ankündigung von Star Wars Jedi auf der E3 2018. Bis auf den Titel und der Tatsache, dass Titanfall-Entwickler Respawn Entertainment daran arbeitet, ist wenig davon bekannt.

Leaks zufolge soll man in die Rolle eines Jedi-Padawans namens Cal schlüpfen, die Handlung ist knapp fünf Jahre nach dem Ende von Star Wars Episode III angesiedelt. Der Mangel an Informationen deutet auch darauf hin, dass sich das Spiel wohl noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet. Sollte es nicht im Rahmen der E3 im Juni angekündigt werden, dürfte der angepeilte Release 2019 wohl stark wackeln.