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15.03.2015

Beach Resort Simulator im Test: Alkohol ist Pflicht

Beim Testen des Beach Resort Simulator fiel futurezone-Leserin Franziska auf, dass man virtuellen Gästen am besten viele Kneipen zur Verfügung stellt.

Nach guten Erfahrungen mit dem Test des PRO Bus 2015 Simulator haben wir uns erneut mit einer Spieletest-Anfrage an unsere Leser gewendet. Diesmal galt es, den Beach Resort Simulator von Earthworm Games zu testen. Die Spiele-Enthusiastin und Autorin Franziska Bechtold übernahm diese Aufgabe. Hier ihre Erkenntnisse zum PC-Spiel:

Interessant für ein paar Stunden

Das Positive zu Beginn: Das Spiel ist für ein paar Stunden ganz interessant und hat prinzipiell eine interessante Struktur, die an frühere Tycoons erinnert. Das Spiel erscheint allerdings etwas unfertig oder schlampig programmiert. Das fängt damit an, dass das Tutorial zur Unspielbarkeit mit Bugs durchsetzt ist. Das führt zum Beispiel dazu, dass man sich auf der Karte nicht mehr bewegen kann, wenn man etwas bauen möchte.

Weiterhin werden häufig "Hinweise" bei Gebäuden angezeigt, die unlogisch sind: Es gäbe nicht genug Strände, keine ausreichende Gesundheitsversorgung, zu wenig Parkplätze. Diese Hinweise erschienen allerdings auch als alles mit Krankenhäusern und Parkplätzen vollgepflastert und alle Strände komplett ausgebaut waren. Dennoch fehlten Gäste. Die Stufenaufstiege zu erreichen und das Spiel zu beenden gestaltete sich dadurch zäh.

Beach Resort Simulator in Bildern

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Warterei

Leider gibt es wenig zu tun im Spiel. Wenn man nach einem Stufenaufstieg neue Gebäude gebaut hat und ausreichend Platz für Gäste geschaffen hat, verbringt man die Zeit mit Warten und das manchmal über Stunden. Die Wartezeit potenziert sich mit steigendem Level, da irgendwann die Besucher aufgrund der merkwürdigen Hinweismeldungen ausbleiben, egal was man macht. Zudem ist die Gebäudeauswahl für einen Simulator extrem niedrig – man kann sich also nicht einmal mit dem Bauen neuer Gebäude beschäftigen.

Geldscheffeln

Obwohl das Wirtschaftssystem - mit der Aufteilung der Beach Resorts in drei Preisklassen - prinzipiell durchdacht ist, werden die Ausgaben nicht von den Einnahmen abgezogen. Damit haben die Ausgaben keine Bedeutung und das Geld summiert sich munter. Das macht es natürlich viel zu einfach.

Dies sind wirkliche Fehler, die den Spielfluss stören beziehungsweise das Spielen unmöglich machen. Hinzu kommt, dass das Spiel optisch einfach nicht ansprechend ist. Zoomt man näher heran, kann man die Pixel zählen. Grundsätzlich kann man sagen, dass man von einem 2014 erschienen Spiel deutlich mehr erwarten darf.

Kneipen-Mekka

Eine inhaltliche Auffälligkeit: Im Spiel scheint es das Wichtigste zu sein, immer ausreichend Kneipen zu bauen. Die Gebäudeauswahl ist ohnehin nicht sehr groß. Das kulinarische Angebot ist auf einige Kneipen-Arten reduziert. Das finde ich ein wenig befremdlich. Sollte es Ziel des Spiels sein, möglichst viele Gäste mit ausreichend Alkohol zu versorgen?

Mein Fazit: Das Spiel hat gute Ansätze, scheitert aber an der Technik und dem Spielspaß. Es hat so gut wie keinen Wiederspielwert und zieht sich endlos dahin, sodass man spätestens nach zehn Stunden das Handtuch wirft. Grafisch wirkt es wie aus den 2000ern.