Games
08.08.2016

Doom als Download: Kopierschutz von Denuvo geknackt

Die österreichische Firma Denuvo brachte Raubkopierer an den Rand der Verzweiflung. Jetzt ist der als sehr sicher geltende Kopierschutz anscheinend geknackt.

Im Internet tauchen derzeit gecrackte Versionen der Spiele Doom, Rise of the Tomb Raider und Total War: Warhammer auf. Was diese Spiele gemeinsam haben: Alle verwenden einen Kopierschutz von Denuvo. Der Manipulationsschutz, wie das Salzburger Unternehmen die Schutzmaßnahme selbst bezeichnet, galt bisher als besonders sicher und ließ einige Raubkopierer an der Zukunft des Spiele-Crackens zweifeln.

Wie Heise berichtet, könnte ein Demo von Doom beim Aushebeln des Schutzes geholfen haben, genauer gesagt deren App-ID. Diese dürfte in einem Launcher implementiert sein. Dieser muss genutzt werden, um die gecrackten Spiele starten zu können. In dem Launcher müssen zudem die echten Steam-Login-Daten eingegeben werden.

Nicht unknackbar

Denuvo war sich stets bewusst, dass der Manipulationsschutz nicht unknackbar ist. Im futurezone-Interview sagte der Denuvo-Geschäftsführer Reinhard Blaukovitsch: „Wir wissen, dass irgendwann etwas passiert. Unser Ziel ist es das Release Window einzuhalten.“ Das Release Window ist jene Zeit nach dem Erscheinen des Spiels, in der die meisten Exemplare verkauft werden. Üblicherweise sind das die ersten vier Wochen.

Dieses Ziel hat Denuvo bisher erreicht. Noch ist nicht kla, ob in Kürze erscheinende Games mit Denuvo-Software, wie etwa Deus Ex: Mankind Devided, noch geschützt sind. Deus Ex erscheint bereits am 23. August.