Netzpolitik
07.06.2011

25 Prozent der US-Hacker sind Informanten

Sie sollen bereits im Dienst des FBI stehen, schreibt der britische "Guardian"

Jeder vierte Hacker in den USA soll auf der Gehaltsliste des FBI stehen, berichtet die Online-Ausgabe des britischen Guardian. Der Guardian bezieht sich dabei auf Informationen von Eric Coley, der das Hacker-Magazin 2600 herausgibt. Die Cyber-Einheiten des FBI hätten in letzter Zeit viel Erfolg dabei gehabt, Hacker unter Androhung von Strafen dazu zu bringen, fortan dem FBI zu berichten, heißt es.

So würden etwa populäre Online-Marktplätze für gestohlene Kreditkartendaten von Hackern betrieben werden, die bereits auf die Seite des FBI gewechselt wären. Auch hätten FBI-Agenten sich online als genannte "Carder" (Cyberkriminelle, die auf ID-Diebstahl spezialisiert sind) ausgegeben und so bereits dutzende Personen hinter Gitter bringen können.

Das berühmeteste Beispiel ist laut Guardian Adrian Lamo, der den WikiLeaks-Informanten Bradley Manning an Militärbehörden verraten hat.

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