Netzpolitik
07.10.2013

AnonAustria meldet Datenleck bei Sozialversicherung

AnonAustria will auf die Zentrale Partnerverwaltung der österreichischen Sozialversicherungen Zugriff haben. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger weiß davon nichts.

Das Kollektiv AnonAustria vermeldet, dass ihnen der Zugriff auf die Stammdatenverwaltung der österreichischen Sozialversicherungen, auch bekannt als Zentrale Partnerverwaltung, gelungen sei. Ein entsprechender Screenshot wurde am Samstag veröffentlicht. Heute, Montag, habe man laut AnonAustria weiterhin Zugriff auf die entsprechenden Daten. Ein Sprecher der österreichischen Sozialversicherungen meint jedoch, dass derzeit kein unerlaubter Zugriff nachgewiesen werden könne. Vollkommen ausschließen wolle man es dennoch nicht, derzeit gehen Experten den Vorwürfen nach.

Man habe bereits am Wochenende von diesem Screenshot erfahren und überprüft, ob es unerlaubten Zugriff gab. Dieser konnte jedoch nicht festgestellt werden, auch heute nicht, wie man gegenüber der futurezone betonte. Das Bild könne ebenso gut aus einer Powerpoint-Präsentation stammen. Man habe jedoch vorsorglich den VPN-Zugriff abgedreht, sodass auch kein Zugriff von außerhalb mehr möglich sei.

Die Zentrale Partnerverwaltung ermöglicht den Zugriff auf mehr als 14 Millionen Stammdateninformationen (Stand 2008) und wächst pro Jahr um fünf Prozent. Unter den Daten finden sich neben den Versicherungsnummern auch die Anschriften, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Kontodaten sowie zahlreiche weitere persönliche Informationen, wie beispielsweise familienrechtliche Beziehungen von Personen zueinander.