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Proteststurm
12/25/2011

Anti-Piraterie-Support: 37.000 Domains weg

Der größte US-Registrar GoDaddy hat in den vergangenen Tagen Zehntausende Kunden verloren. Sie kehrten dem Domainanbieter den Rücken, da dieser öffentlich für das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen SOPA (Stop Online Piracy Act) eingetreten war. Mittlerweile hat GoDaddy seine Zustimmung für die geplanten Anti-Piraterie-Maßnahmen widerrufen.

Man nehme das Feedback der Konsumenten ernst und sei nun zum Schluss gekommen, dass das Gesetz in der derartigen Form noch nicht ausgereift sei und auch nicht die notwendige Zustimmung in der Internet-Community habe. Das Gesetz gilt als umstritten, da es die US-Justiz ermächtigt, Webseiten, die gegen Urheberrechte verstoßen, abzudrehen. Während die Film- und Musik-Industrie SOPA befürwortet, haben sich führende IT-Konzerne wie Google, Facebook und Mozilla gegen das geplante Gesetz ausgesprochen.

Auch Wikipedia droht mit Abwanderung

Zum wundersamen Meinungsumschwung bei GoDaddy dürfte unter anderem beigetragen haben, dass der Registrar innerhalb der ersten 48 Stunden 37.000 Domains von erbosten Kunden verlor. Zuletzt drohte auch Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, seine Plattform von GoDaddy abzuziehen. Die geänderte Position wurde von der Wikimedia Foundation begrüßt. Das geplante Anti-Piraterie-Abkommen sei ein Angriff auf das freie und offene Internet, teilte die Foundation in einer Stellungnahme gegenüber US-Medien mit.

Zuletzt hatte auch das Justizkomitee im US-Kongress eine Entscheidung über SOPA aufgeschoben. Weitere Experten müssten zur Ausarbeitung des Gesetzesentwurfs beigezogen werden.

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