Netzpolitik
17.02.2013

Assange-Bewachung kostete 3,3 Mio. Euro

Die Bewachung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange in der Londoner Botschaft Ecuadors hat den britischen Steuerzahler bisher rund 2,9 Millionen Pfund (3,3 Millionen Euro) gekostet. Dies berichteten britische Medien am Samstag.

Nach offiziellen Angaben von Scotland Yard kostete die Bereitstellung von Beamten zur Rund-um-die-Uhr-Bewachung der Botschaft allein 2,3 Millionen Pfund. Die restliche Summe sei für Überstunden ausgezahlt worden.

Assange war im Juni in die Botschaft des Andenlandes Ecuador geflohen, um einer Auslieferung nach Schweden wegen Sexualvorwürfen zu entgehen. Die britische Polizei droht dem 41-Jährigen wegen Bruchs seiner Kautionsauflagen mit Festnahme, sobald er die Botschaft verlässt.

Ein Botschaftssprecher sagte, die britische Regierung könne sich die Ausgaben mit der Zusage ersparen, dass Schweden Assange nicht an die USA ausliefert. Assange befürchtet, dass ihm dort wegen der Veröffentlichungen auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks eine lebenslange Haft drohen könnte.

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