Netzpolitik
19.01.2015

Bangladesch blockiert WhatsApp und andere Online-Dienste

Messenger wie WhatsApp, Tango, Line und Viber sind nun aus "Sicherheitsbedenken" in Bangladesch blockiert. Laut den Behörden wurden über Messenger Anschläge koordiniert.

Die Behörden in Bangladesch haben populäre Internet-Kommunikationsdienste wie WhatsApp, Tango, Line und Viber abgeschaltet. Sie begründeten die Aktion mit „Sicherheitsbedenken“, andere Beobachter werteten die Blockade als Schritt gegen Proteste im Land. Ein Sprecher der Telekommunikationsbehörde sagte am Montag, man habe bei den fünf Anbietern sowohl die Internet-Telefonate als auch das Verschicken blockiert. Die Polizei gehe davon aus, dass Gewalttaten wie die jüngsten Brandanschläge mit Hilfe dieser Dienste koordiniert wurden, berichteten lokale Medien.

20 Tote

Seit zwei Wochen protestieren Anhänger von Oppositionsparteien in Bangladesch. Sie fordern Neuwahlen, weil sie das Ergebnis der Wahl vor einem Jahr nicht anerkennen. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, blockieren die Aktivisten den Verkehr im ganzen Land - immer wieder auch mit Gewalt. Mehr als 20 Menschen wurden seit Beginn der Blockade getötet.