Netzpolitik
07.08.2018

Bürgerprotest statt DDoS-Attacke legten FCC-Seite lahm

Eine vermeintliche DDoS-Attacke auf die Website der FCC war in Wirklichkeit eine Reaktion von Bürgern, die sich über die Abschaffung der Netzneutralität beschweren wollten.

Als das Kommentarsystem der amerikanischen Telekomaufsicht Federal Communications Commission ( FCC) im Mai vergangenen Jahres zusammenbrach, vermutete die Behörde eine sogenannte DDoS-Attacke, also einen gezielten Angriff, der eine Überlastung des Datennetzes zur Folge hatte.

Doch wie nun bekannt wurde, steckte gar kein Cyberangriff dahinter, sondern es wollten der Behörde Bürger via Kommentarsystem mitteilen, dass sie die Abschaffung der Netzneutralität in den USA nicht begrüßen würden, berichtet „Mashable“.

Menschen statt Bots

„Millionen Amerikaner haben unser Online-System überflutet, weil sie uns mitteilen wollten, wie wichtig die Offenheit des Internets für sie ist und wie betroffen sie waren, als die FCC ihnen diese Rechte wieder wegnehmen wollte“, schreibt FCC-Kommissarin Jessica Rosenworcel.

Die Beschwerdeflut war eingetroffen, nachdem John Oliver seine Zuseher auf einer eigens eingerichteten Website namens gofccyourself.com zum Protest aufgerufen hatte.
In den USA wurde vergangenes Jahr die Netzneutralität, also die strikten Regeln zur Gleichbehanldung von Daten im Netz, wieder abgeschafft. Diese waren 2015 erlassen worden.