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Deutschland
06/10/2017

Bundesweite Übung zur Abwehr von Cyberangriffen gefordert

In Deutschland wird die Forderung laut, die Abwehr von Cyberangriffen bundesweit zu üben. Der Vorschlag soll bei der kommenden Innenministerkonferenz diskutiert werden.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) regt eine Übung von Bund und Ländern zusammen mit der Bundeswehr zur Abwehr von Cyberangriffen an. „Wir müssen das Zusammenspiel im Bereich der Cyberabwehr möglichst rasch üben“, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Er wolle diesen Vorschlag bei der Innenministerkonferenz einbringen, die von Montag bis Mittwoch in Dresden tagt.

Anfang März hatten Bundeswehr und Polizei länderübergreifend die Zusammenarbeit im Falle eines Terrorangriffs geübt. „Es klappt besser, wenn man Szenarien gemeinsam geübt hat“, sagte Strobl.

Er verwies auf den Erpressungstrojaner „WannaCry“, der kürzlich weltweit Unternehmen lahmgelegt hat: „Es war ein beispielloser Fall, der gezeigt hat, wie wichtig Cybersicherheit heute ist.“ Ein Cyberangriff sei eine digitale Waffe, die gerade auch kritische Infrastrukturen wie die Strom- und Wasserversorgung treffen und damit ganze Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens lahmlegen könne, mahnte er.