Netzpolitik
16.06.2015

Cyberattacken: Gefahren und Chancen für Österreich

An der FH St. Pölten diskutieren Experten und Politiker über die Bedrohung von Cyberattacken und wie sich Unternehmen und Staaten darauf vorbereiten können.

Die Angriffe auf den deutschen Bundestag sowie die deutschen Landtage zeigen, dass auch in den Behörden einfacher Virenschutz nicht mehr ausreicht. Gezielte Angriffe von Hackern, die oftmals im Auftrag von Staaten agieren, bedrohen mittlerweile nicht nur Weltmächte. Auch die österreichische Infrastruktur sei mittlerweile in das Visier von Hackern geraten. Laut dem Bundesheer gäbe es täglich "tausende Angriffe", allein das Bundesheer wurde 500 Mal im Vorjahr angegriffen.

IT-Sicherheit in Österreich

In Österreich wird bereits seit geraumer Zeit an diesem Thema geforscht. Das Josef Ressel-Zentrum für die konsolidierte Erkennung gezielter Angriffe (TARGET) wurde bereits am 1. April eröffnet. Die FH St. Pölten forscht dort gemeinsam mit den Unternehmen IKARUS und SEC Consult am Thema IT-Sicherheit. Anlässlich der Eröffnung soll am 24. Juni nun mit hochrangigen Politikern und Experten zum Thema "Gezielte Cyberangriffe auf Unternehmen“ diskutiert werden.

An der Podiumsdiskussion, die von futurezone-Chefredakteur Gerald Reischl geleitet wird, werden Clemens Foisner (SEC Consult), Joe Pichlmayr (IKARUS), Reinhard Schönthaler (Frequentis) sowie Ernst Piller (FH St. Pölten) teilnehmen. Davor wird Sebastian Schrittwieser, Leiter des Josef-Ressel-Zentrums, einen Überblick zur "Anatomie eines gezielten Angriffs" geben. Den Abschluss bildet ein Vortrag des Direktors des Bundeskriminalamts, General Franz Lang. Die Veranstaltung findet im großen Festsaal der FH St. Pölten (Matthias Corvinus-Straße 15) statt. Um Anmeldung wird per E-Mail an julia.worenz@fhstp.ac.at bis zum 19. Juni gebeten.