Netzpolitik
11.01.2014

Dokumentarfilm erinnert an Aaron Swartz

Am Samstag, vor einem Jahr, nahm sich Aaron Swartz das Leben. Eine Dokumentation erinnert an den Internet-Aktivisten.

Der Freitod von Aaron Swartz am 11. Jänner 2013 sorgte weltweit für Bestürzung. Swartz, der sich als Kämpfer für ein freies Internet einen Namen gemacht hatte, stand ein Prozess bevor, bei dem er sich wegen des unerlaubten Zugangs zum Netzwerk des Massachusetts Institutes of Technology (MIT) verantworten sollte. Er hatte 2011 wissenschaftliche Artikel und andere Dokumente aus dem JSTOR-System des MIT heruntergeladen und als Protest gegen die Privatisierung von Wissen in Filesharing-Netzwerken verteilt. Das harte Vorgehen der US-Justiz, bei dem Prozess drohten Swartz 35 Jahre Haft, stieß auf harsche Kritik von Bürgerrechtsorganisationen.

Swartz war als Teenager an der Implementierung des RSS-Protokolls beteiligt und zählte zu den Gründern der Social-News-Site Reddit. Mit der von ihm mitgegründeten Organisation DemandProgress.org machte er sich gegen den umstrittenen US-Internet-Gesetzesentwürfe SOPA (Stop Online Piracy Act)und PIPA (Protect IP Act) stark.

Gedenken

Neben zahlreichen Artikeln, unter anderem auf den Seiten der Electronic Frontier Foundation (EFF) und im Blog von Swartz-Mentor und Creative-Commons-Gründer Lawrence Lessig erinnert auch der über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanzierte Dokumentarfilm „The Internet’s Own Boy“ von Regisseur Brian Knappenberger an den im Alter von 26 Jahren verstorbenen Internet-Aktivisten.

In der Dokumentation, die Ende Jänner beim Sundance Film Festival vorgestellt wird, kommen unter anderem WWW-Begründer Tim Berners-Lee und zahlreiche Freunde und Weggefährten von Swartz zu Wort. Ein rund fünfminütiger Trailer zu dem Dokumentarfilm wurde am Freitag auf YouTube veröffentlicht.