Netzpolitik
04.09.2018

EU-Quote für Netflix und Amazon soll im Dezember kommen

Mindestens 30 Prozent der Streaminginhalte müssen laut der Richtlinie aus der EU stammen.

Die Richtlinie, laut der Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime mindestens 30 Prozent ihres Inhalts aus der EU beziehen müssen, soll noch im Dezember in trockenen Tüchern sein. Das sagt Roberto Viola, Generaldirektor für Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien in der Europäischen Kommission, gegenüber dem US-Medium Variety.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben dann 20 Monate Zeit, um die Regeln in nationales Recht zu übertragen. Da es sich – im Gegensatz zu einer Verordnung, die fixe Vorgaben seitens der EU enthält – um eine Richtlinie handelt, haben die Staaten hier entsprechenden Gestaltungsspielraum. Es ist also möglich, dass einzelne Staaten die Quote von 30 auf 40 Prozent erhöhen oder dass die Anbieter in manchen Ländern gezwungen werden, in einen nationalen Filmförderfonds einzuzahlen.

Viola führt auch an, dass Netflix sich bereits sehr nah an der 30-Prozent-Quote bewegt. Im Oktober will die Kommission offizielle Daten dazu veröffentlichen, wie groß der EU-Anteil am Content der einzelnen Anbieter ist.