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Mobilfunk EU-Staaten stimmen Roaming-Abschaffung per 15.6.2017 zu.

Roaming (Symbolbild)
Roaming (Symbolbild) - Foto: dpa/Daniel Naupold
Die EU-Staaten haben am Dienstag auf Fachebene der endgültigen Abschaffung der Roaming-Gebühren ab 15. Juni 2017 zugestimmt.

Die EU-Kommission erklärte, dies bedeute, dass die Roaming-Gebühren für alle Reisenden abgeschafft werden, wenn diese im EU-Ausland mit ihren Mobiltelefonen und Geräten telefonieren, SMS schreiben oder im Internet surfen. Gleichzeitig stelle die EU sicher, dass die konkurrenzfähigsten Mobilfunkangebote weiterhin finanziell attraktiv bleiben. Damit Roaming-Gebühren endgültig der Vergangenheit angehören, müssten die Anstrengungen auf den Vorschlag zur Regulierung des Roamingvorleistungsmarkts konzentriert werden. Dabei geht es um jene Entgelte, die sich die Betreiber gegenseitig berechnen, wenn Kunden ihre Mobiltelefone im Ausland nutzen.

Noch diese Woche werden darüber die Verhandlungen mit EU-Parlament und Staaten beginnen. Um auch diese letzte Etappe erfolgreich zu bestreiten, werde sich die Kommission weiterhin als ehrlicher Makler dafür einsetzen, dass so schnell wie möglich eine Einigung erzielt wird. "Wir dürfen keine Zeit verlieren", sagten der Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip, und der Kommissar für die digitale Agenda, Günther Oettinger.

Missbrauch erkennen

Die Kommission hatte vorige Woche betont, dass die Regelung "roam like at home" nicht dazu führen dürfe, dass die nationalen Preise steigen oder der Datenverbrauch zuhause beschränkt werde. Gleichzeitig gebe es eine Ausnahmeregelung für Betreiber, wenn zu hohe Verluste für sie aufliefen. Ansip erklärte, die Zugangsschwelle für diese Ausnahme sei gesenkt worden, und zwar von fünf auf drei Prozent. Darüber hinaus sei ein Mindestbeobachtungszeitraum von vier Monaten für die Betreiber festgelegt worden, um Missbrauch von "roam like at home" erkennen zu können. Schließlich sei noch eine zweiwöchige Warnperiode eingeführt worden, wenn erste Anzeichen von Missbrauch festgestellt werden.

Es sei immerhin gelungen, seit 2009 die zusätzlichen Gebühren um 92 Prozent für Telefonieren und SMS einzuschränken, bei Daten seien es sogar 96 Prozent. "Jetzt scheint es einfach, die restlichen vier Prozent zu erreichen."

(APA) Erstellt am 12.12.2016, 15:20

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