Netzpolitik
02/28/2014

EU will strengere Regeln für Freemium-Spiele

Die EU führt derzeit Gespräche mit Verbraucherschützern sowie mit Apple und Google, um einen besseren Schutz vor unerwarteten In-App-Käufen zu entwicklen.

Die EU will gegen Spiele vorgehen, die gratis angeboten werden, aber anschließend mit kostenpflichtigen Inhalten erweitert werden können. Derzeit finden Treffen zwischen EU-Vertretern und Google sowie Apple statt. Auch Verbraucherschutzorganisationen sind involviert.

Das Ziel ist es, neue Regeln über den Umgang mit den Freemium-Spielen zu verhängen. Durch Regulierungen sollen speziell Kinder davon abgehalten werden, versehentlich Käufe zu tätigen. Kommissar Neven Mimica, zuständig für Verbraucherpolitik, sagt laut einer Presseaussendung: „Verbraucher und insbesondere Kinder brauchen einen besseren Schutz vor unerwarteten Kosten durch In-App-Käufe.“

"Irreführung"

„Irreführung der Verbraucher ist definitiv nicht das richtige Geschäftsmodell, und sie widerspricht dem Geist der EU-Vorschriften zum Verbraucherschutz.“, so EU-Digitalkommissarin Viviane Reding. „Die Europäische Kommission erwartet sehr konkrete Antworten der App-Industrie auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und nationaler Verbraucherorganisationen“, so Reding weiter.

Ziele

Die Eckpunkte der Verhandlungen sind laut den EU-Vertretern:

  • Bei Spielen, die als „kostenlos“ angepriesen werden, dürfen Verbraucher nicht hinsichtlich der wahren Kosten irregeführt werden;
  • Spiele dürfen Kinder nicht direkt dazu verleiten, Produkte zu kaufen, oder einen Erwachsenen dazu zu bringen, diese für sie zu kaufen;
  • Verbraucher sollten über Zahlungsmodalitäten angemessen informiert werden und Zahlungen sollten ohne ausdrückliches Einverständnis des Verbrauchers nicht per Voreinstellung automatisch abgebucht werden;
  • Händler sollten eine E-Mail-Adresse angeben, so dass Verbraucher sie bei Fragen oder Beschwerden kontaktieren können.