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Recht auf Abschalten Franzosen müssen keine Büro-E-Mails in der Freizeit lesen.

Das Recht auf Abschalten soll für mehr Ausgeglichenheit von Angestellten sorgen
Das Recht auf Abschalten soll für mehr Ausgeglichenheit von Angestellten sorgen - Foto: fotolia/robert kneschke
Seit 1. Jänner müssen französische Unternehmen ein Gesetz befolgen, das Angestelllte vor E-Mail-Bearbeitung in der Freizeit schützt. Burnouts sollen so verringert werden.

In Frankreich ist mit Jahresbeginn ein Gesetz in Kraft getreten, das Arbeitnehmer vor dem digitalen Zugriff ihres Arbeitgebers schützt. Das "Recht auf Abschalten" sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern genaue Abmachungen mit ihren Angestellten über die Verwendung von Mobilgeräten für dienstliche Zwecke treffen. Mit diesem Vorgehen soll die ständige Verbundenheit mit Büro-E-Mails reduziert und eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben geschaffen werden, berichtet Fortune.

"Wir erwarten wirklich, dass Firmen das 'Recht auf Abschalten' als Schutzmaßnahme aufgreifen werden", sagt der französische Arbeitsplatzexperte Xavier Zunigo gegenüber dem Guardian. "Andererseits wollen Arbeitnehmer nicht die Autonomie und Flexibilität verlieren, die ihnen digitale Geräte verschaffen." Unternehmen und ihre Angestellte sollen also individuelle Lösungen entwickeln, die Grenzen nicht allzu eng definieren. Sollte es in Verhandlungen mit Angestellten allerdings keine einvernehmliche Lösung geben, sind Arbeitgeber verpflichtet, eine genaue Auflistung der Rechte und Pflichten der Belegschaft in der Freizeit auszuhängen.

(futurezone) Erstellt am 02.01.2017, 07:47

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