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Google, Facebook, Twitter G7 und IT-Konzerne geeint gegen "terroristische" Inhalte.

Terror (Symbolbild)
Terror (Symbolbild)
"Terroristische" Inhalte sollen künftig innerhalb von zwei Stunden aus dem Internet gelöscht werden - Beratungen auch über Umgang mit IS-Kämpfern in ihren Herkunftsländern.

Die sieben führenden Industriestaaten und die Internet-Giganten haben sich auf die Blockade "terroristischer" Inhalte verständigt. Die G7-Innenminister und die Konzerne Google, Facebook und Twitter einigten sich am Freitag auf die Ausarbeitung eines dafür geeigneten Aktionsplans, wie der italienische Innenminister Marco Minniti nach den Verhandlungen mitteilte.

"Dies sind die ersten Schritte zu einer großen Allianz im Namen der Freiheit", sagte Minniti im Anschluss an die zweitägigen Beratungen auf der Insel Ischia. "Terroristische" Inhalte sollen laut den Angaben der Veranstalter des Treffens künftig innerhalb von zwei Stunden aus dem Internet gelöscht werden. Minniti sagte, bisher sei das Internet ein "wichtiges Mittel der Rekrutierung, Schulung und Radikalisierung ausländischer Kämpfer" gewesen.

Rückkehrer

Die Innenminister berieten auch über die Gefahren, die von zurückkehrenden Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ausgehen. Das Thema ist seit der Eroberung der syrischen IS-Hochburg Raka von erhöhter Brisanz. Die europäischen Staaten befürchten, dass entkommene Islamisten in die EU reisen und dort Gewalttaten verüben könnten.

Nach Ausrufung des "Kalifats" der IS-Miliz in Teilen des Irak und Syriens im Juni 2014 schlossen sich knapp 40.000 ausländische Kämpfer den Dschihadisten an, um vor Ort für einen "Islamischen Staat" zu kämpfen. Darunter waren neben Tschetschenen, Nordafrikanern und Zentralasiaten auch tausende radikale Islamisten aus EU-Staaten.

Informationsaustausch

Minniti warnte, es gebe noch immer 25.000 bis 30.000 ausländische IS-Kämpfer, darunter 5.000 Europäer. Sie bildeten die "größte Fremdenlegion" der Welt und stellten damit eine ernste Gefahr dar, sagte Minniti. Die G7-Innenminister beschlossen seinen Angaben zufolge, Informationen über rückkehrende IS-Kämpfer auszutauschen.

Zu dem zweitägigen Treffen auf der Insel Ischia waren die Innenminister der sieben führenden Industriestaaten Italien, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan und USA angereist. Bei der Teilnahme der Internetkonzerne an den Beratungen handelte es sich um eine Premiere.

(APA) Erstellt am 20.10.2017, 16:15

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