Netzpolitik
23.11.2018

Google bringt zur EU-Wahl 2019 eine Transparenzdatenbank

Wer zur EU-Wahl 2019 via Google werben möchte, der muss sich verifizieren lassen und scheint in einer Datenbank auf.

Google hat nun auch in Europa ein System eingeführt, um die Gefahr von Wahlmanipulation durch Onlinewerbung bei den EU-Parlamentswahlen im Mai 2019 einzudämmen. Laut einem aktuellen Blogpost des Unternehmens müssen Werbetreibende hinter politischer Werbung den Usern nun klar kommunizieren, wer für die jeweilige Werbung bezahlt.

Außerdem wird es einen EU-spezifischen Transparenzbericht zu Wahlwerbung geben, so wie eine durchsuchbare Datenbank mit der geschalteten Werbung: Auch hier wird man sehen können, wer die Werbung bezahlt hat, an welche Zielgruppe sie gerichtet war und wieviel Geld dafür in Summe ausgegeben wurde.

Werbetreibende müssen dementsprechend einen Verifizierungsprozess durchlaufen, bevor sie überhaupt Wahlwerbung schalten können. Laut einem Bericht von Bloomberg plant Facebook einen ähnlichen Verifizierungsprozess. Schon jetzt kann man sich alle Anzeigen ansehen, die eine Facebookseite schaltet. 

Außerdem heißt es, dass Google News Lab im Rahmen der EU-Wahlen mit Medien in 27 Ländern zusammenarbeitet, um Online-Fact-Checking zu erleichtern. Unter anderem wird es spezielle Workshops geben. Für im Bereich der Wahlwerbung relevante Schlüsselpersonen sind außerdem diverse Sicherheitsschulungen geplant, mit denen sie sich zum Beispiel zum Thema Phishing-Attacken fortbilden können.