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Cyberwar
08/27/2012

Größter Ölproduzent gibt Cyberangriff bekannt

30.000 Rechner des saudiarabischen Unternehmens Aramco waren Mitte August von einem Virus befallen worden. Zwei Wochen später seien alle Systeme vom Eindringling befreit, gab das Unternehmen nun bekannt. Das Kerngeschäft sei dadurch nicht beeinträchtigt worden.

Aramco, der weltgrößte Öl-Produzent, wurde vor wenigen Tagen zum Opfer einer großangelegten Cyber-Attacke. Bei dem saudiarabischen Unternehmen wurden am 15. August 30.000 Computer lahmgelegt, gab der Konzern am Sonntag bekannt. Erst zwei Wochen später seien alle betroffenen Systeme von einem eingeschleusten Virus befreit. Auch die Webseite des Unternehmens war von dem Angriff beeinträchtigt und wurde unmittelbar danach offline genommen.

Woher der Angriff stammte, bleibt unbekannt. Aramco betreibe dazu eine Untersuchung. Der Kundschaft richtete CEO Khalid al-Falih aus: "Wir versichern unseren Teilhabern, Kunden und Partnern, dass unser Kerngeschäft unbeeinträchtigt ist und so verlässlich wie immer funktioniert." Die Unternehmens-Webseite bleibt allerdings vorerst offline. Der Zugang sei aus Vorsichtsgründen gesperrt, um die unternehmensinterne Elekronik zu isolieren, heißt es in einer Abwesenheitsnotiz.

Der letzte Cyberangriff, der sich tatsächlich auf den Ölhandel ausgewirkt hat, fand im April statt.

befiel ein Virus die Computer-Infrastruktur des iranischen Öl-Ministeriums und der nationalen Öl-Gesellschaft. Daraufhin mussten diverse Kontrollsysteme abgestellt werden, wobei auch der wichtige Ölhafen Kharg vorübergehend zum Stillstand gezwungen wurde. Das iranische Regime schob die Verantwortung für den Angriff auf die USA, Israel und Großbritannien.

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