Netzpolitik
04/16/2012

Irak: Unterseekabel bringt mehr Bandbreite

In zwei Jahren soll 50 Prozent der Bevölkerung online sein

Wie die New York Times berichtet, soll der Irak stark von einem neuen Unterseekabel profitieren, dass mehr Internet-Bandbreite im Land verspricht. In der Nähe der Küstenstadt Al-Faw schloss die Firma Gulf Bridge International den Irak an eine wichtige Verbindung an, die auch die restlichen Golfstaaten mit Internet versorgt.

Der Anschluss des Iraks ist Teil eines 500-Millionen-Dollar-Projektes, das seit Februar läuft und neben dem Irak auch Bahrain, Iran, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit mehr Bandbreite versorgen soll. Derzeit haben nur drei Prozent der Iraker einen Internet-Anschluss zu Hause - in zwei Jahren sollen es bereits 50 Prozent sein, wie der irakische Kommunikationsminister Mohammed Tawfiq Allawi hofft.

Außerdem soll sich der Irak zu einer Drehscheibe im Internetverkehr zwischen Europa und Asien entwickeln. Auch regional wird der Irak Internet-technisch immer wichtiger. Dem TeleGeograph-Analysten Alan Mauldin zufolge gebe es etwa nur drei Möglichkeiten, Saudi-Arabien mit Europa zu verbinden - über Syrien, den Iran und den Irak. Letzterer wäre derzeit die stabilste Lösung.

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