Netzpolitik
15.01.2014

Irischer Politiker will Open-Source-Browser verbieten

Die Software sei ein Werkzeug, um zu illegalen Marktplätzen im Internet zu kommen, so Patrick O'Donovan von der konservativen Partei Fine Gael.

Der irische Politiker Patrick O'Donovan sieht Open-Source-Browser als eine der Hauptursachen für illegalen Drogen- und Waffenhandel im Internet. Laut bit-tech.net gab er an: „Ein Online-Schwarzmarkt schützt die Anonymität seiner Nutzer und funktioniert über die Landesgrenzen hinweg durch Open-Source-Browser und Zahlungssysteme“. O’Donovan wolle mit dem irischen Justizminister zusammenarbeiten, um auf die Open-Source-Browser, die „illegale Aktivitäten fördern“, entsprechend zu „reagieren“.

Es ist zu vermuten, dass O’Donovan das Anonymitäts-Netzwerk Tor, das viele Nutzer über einen angepassten Firefox-Browser nutzen, mit dem offiziellen quelloffenen Webbrowsern Firefox verwechselt und darum Open-Source-Software generell den Krieg erklärt. Der Irrtum ist mittlerweile offenbar auch Vertretern der Partei aufgefallen, der entsprechende Artikel wurde von der Webseite wieder offline genommen.