Netzpolitik
18.11.2012

Israelische Regierung bestätigt Hackerangriffe

Anonymous bekannte sich zu Cyberattacken aus Solidarität mit Palästinensern

Die israelische Regierung hat am Sonntag Massenangriffe von Hackern (futurezone-Bericht hier) auf staatliche Internetseiten eingeräumt. Die Regierung führe angesichts der Cyber-Attacken einen Krieg an „zweiter Front", sagte Finanzminister Yuval Steinitz vor einer Kabinettssitzung. In den vergangenen vier Tagen habe es 44 Millionen Cyber-Angriffe auf Webseiten der Regierung gegeben. Bis auf einen Angriff seien alle erfolgreich abgewehrt worden.

Zuvor hatte die Hackergruppe Anonymous behauptet, wegen der israelischen Luftoffensive im Gazastreifen dutzende israelische Webseiten lahmgelegt zu haben. In einer Erklärung der Hacker hieß es, „viel zu lang" habe sich Anonymous darauf beschränkt, „verzweifelt die barbarische, brutale und verabscheuungswürdige Behandlung des palästinensischen Volkes" durch Israel zu betrachten.

Der Protest richte sich auch gegen eine angeblich seitens Israel drohende Unterbrechung der Internet-Verbindungen im Gazastreifen. Sollte die israelische Regierung das Internet und andere Telekommunikationsverbindungen im Gazastreifen unterbrechen, werde „grenzenloser Zorn" von Anonymous die Folge sein.

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