Netzpolitik
03.10.2013

Kalifornien geht gegen "Rachepornos" vor

Das erste Gesetz gegen "Revenge Porn" wurde in dieser Woche beschlossen, Strafen von bis zu sechs Monaten Gefängnis drohen.

Kalifornien will die Verbreitung heimlicher Nackt-Fotos verbieten. Wer solche Fotos oder Videos von anderen Menschen im Internet veröffentlicht, muss künftig mit einer Geldstrafe von bis zu 1000 Dollar oder maximal sechs Monaten Haft rechnen. Gouverneur Jerry Brown setzte am Dienstag ein entsprechendes Gesetz in Kraft. Es richtet sich vor allem gegen das Phänomen der sogenannten „ Rachepornos“, bei denen Leute Aufnahmen ihrer Ex-Partner ins Netz stellen.

Kalifornien ist erst der amerikanische Bundesstaat nach New Jersey, der ein solches Gesetz eingeführt hat. Zwischenzeitlich gab es Diskussionen, ob das Vorhaben gegen die Redefreiheit verstoße. In Deutschland und Österreich sind die Regelungen zum Schutz der Privatsphäre deutlich strikter.