Netzpolitik
03.08.2018

Kinderporno-Netz in Spanien: Österreicher unter Abnehmern

Bei der Razzia wurden 2,4 Millionen Dateien sichergestellt und 19 Personen festgenommen. Ein Verdächtiger sitzt in Österreich.

Bei einer Razzia gegen ein Kinderpornografie-Netzwerk in Spanien sind kürzlich 19 Personen festgenommen worden. Rund 2,4 Millionen Dateien mit einschlägigem Material wurden sichergestellt, berichtete Europol in einer Aussendung. "Es gibt einen Verdächtigen, gegen den in Österreich ermittelt wird", hieß es am Freitag auf APA-Anfrage im Bundeskriminalamt (BK).

"Hierbei handelt es sich um einen vermutlichen Konsumenten von Kinderpornografie", erläuterte BK-Sprecher Vincenz Kriegs-Au. Die Ermittlungen laufen demnach noch.

16 Terabyte an Daten

Die spanische Polizei forschte mit Unterstützung von Europol und Interpol 14 Gruppen aus, in denen insgesamt 58 Personen über einen Instant-Messaging-Dienst kinderpornografisches Material ausgetauscht hatten. Das Netzwerk erstreckte sich über Europa und Amerika.

In spanischen Städten wurden laut Europol 19 Hausdurchsuchungen durchgeführt und jede Menge Computer-Hardware und Mobiltelefone beschlagnahmt. Darauf fanden sich insgesamt 16 Terabyte mit Aufnahmen von missbrauchten Kindern im Alter bis acht Jahren. Die Fotos und Videos sollen zur Identifizierung der Opfer analysiert werden.