Netzpolitik
26.08.2018

Neue Verhandlungen über Einschränkungen für Killerroboter

Der Einsatz "tödlicher autonomer Waffen" soll möglichst rasch beschränkt oder verboten werden.

Abrüstungsexperten aus aller Welt ringen ab Montag um die Frage, ob die Entwicklung von Killerrobotern international beschränkt werden soll. Vertreter aus mehr als 75 Ländern erörtern in Genf, wie solche „tödlichen autonomen Waffen“ international geächtet werden können.

Kritiker verlangen bis Ende der Woche ein klares Verhandlungsmandat für einen internationalen Vertrag. „Es muss jetzt dringend etwas passieren, denn sonst ist die Technologie in fünf bis zehn Jahren so weit verbreitet und so billig, dass sich jeder solche Waffen leisten kann“, sagt Thomas Küchenmeister, dessen Organisation Facing Finance Mitglied der internationalen „Kampagne gegen Killerroboter“ ist.

Noch nicht im Einsatz

Autonome Waffen lernen mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbst, welche Ziele sie ansteuern, zerstören oder töten. Sie werden noch nicht eingesetzt, sind technisch aber bereits möglich. Es verhandeln die Vertragsstaaten der „UN-Konvention über bestimmte konventionelle Waffen“, darunter Deutschland. Im Berliner Koalitionsvertrag steht die Ächtung solcher Waffen als Regierungsziel.