© APA/JENS BUETTNER

Bericht
03/21/2014

NSA griff gezielt Computer von Systemadministratoren an

Neue Dokumente Edward Snowdens belegen, dass die NSA über private Internetkonten von System-Administratoren Zugang zu deren betreuten Netzwerken erhielt.

Der US-Geheimdienst NSA hat offenbar systematisch die Administratoren von Computer-Netzwerken ins Visier genommen. Der Geheimdienst habe die Spezialisten angegriffen, um über sie Zugang zu Computern und Netzwerken zu erhalten. Das berichtete die Nachrichten-Webseite „The Intercept“ am Freitag. Sie beruft sich auf Unterlagen aus dem Fundus von Edward Snowden. Die Nachricht dürfte die Computerexperten weiter erzürnen.

Gezielte Attacken

Laut den Unterlagen aus dem Jahr 2012 habe die NSA private E-Mail-Adressen und Facebook-Accounts der Administratoren geknackt, um anschließend deren Computer zu hacken und Kontrolle über die betreuten Netzwerke zu erhalten. In dem Dokument mit dem Titel „I hunt sys admins“ („Ich jage System-Administratoren“) würden insbesondere die Netzwerkadministratoren ausländischer Telefon- und Internetfirmen genannt, berichtet „The Intercept“.

Im September vergangenen Jahres war ein ähnliches Vorgehen des britischen Geheimdienstes GCHQ bekannt geworden. Der GCHQ habe das belgische Telekommunikationsunternehmen Belgacom attackiert, indem Mitarbeitern gezielt Spähsoftware untergeschmuggelt wurde, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

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