Netzpolitik
07.10.2016

Österreich bei Open Data im europäischen Spitzenfeld

Eine aktuelle Studie weist Österreich bei der Freigabe von Regierungsdaten gute Noten aus.

In Sachen Open Data Bereitschaft liegt Österreich laut der vom Beratungsunternehmen Cap Gemini im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführten Studie „Open Data Reife in Europa 2016“ hinter Spanien, Frankreich, Irland und den Niederlanden auf dem fünften Platz. Die Open Data Bereitschaft (Open Data Readiness) umfasst den Entwicklungsstand und Förderung nationaler Open Data-Richtlinien. Ebenfalls in der Studie untersucht wurde der Open-Data-Reifegrad, der die in den nationalen Portalen angebotenen Funktionen beurteilt. Österreich erreicht hier einen Wert von 85 Prozent, was einer Steigerung von 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und weit über dem EU28+-Schnitt von 55 Prozent liegt.

Österreich sei eines von zehn EU-Ländern, das eine Initiative zur Messung der politischen Auswirkung von Open Government Data gestartet habe, heißt es in dem Papier. Dies habe die Integration regionaler Open Data-Portale in das nationale Portal data.gv.at wesentlich erleichtert.

Laut der Studie, die einen Überblick über die Entwicklung von Open Data in den 28 EU-Ländern, sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz geben will, gab es 2016 nur noch fünf Länder, die noch keine Open-Data-Richtlinie haben. Um die Vorteile von Open Data nutzen zu können, empfiehlt die Studie Lizenzen, Datenschutzaspekte und Standards zu regeln und automatisierte Prozesse zu entwickeln, um Daten von öffentlichen Behörden zu erfassen.