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Politik
03/23/2011

Respekt.net erhält prominente Unterstützung

Franz Fischler, Elfriede Hammerl, Wolfgang Petrisch, Heide Schmidt und Johannes Voggenhuber konnten für das Projekt gewonnen werden. Mit ihnen soll die Plattform für aktive Bürgerteilnahme am politischen Geschehen weiter ausgebaut werden.

von Thomas Prenner

Respekt.net ist eine Plattform für ziviles Engagement und will jedem interessierten Bürger die Möglichkeit bieten, eigene Projekte zur Verbesserung der Gesellschaft einzureichen und potentielle Unterstützer zu finden. Die Projektideen werden auf der Online-Plattform gesammelt und präsentiert. Interessierte können entsprechende Ideen entweder finanziell, oder auch durch aktive Teilnahme unterstützen.

Unterstützung aus der Politik
Als Berater hat sich Respekt.net Rat aus der Politik geholt. Im „Senior Advisory Board“ befinden sich der ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler, Mitbegründerin des LIF Heide Schmidt, die Schriftstellerin und ehemalige LIF-Politikerin Elfriede Hammerl, OECD-Botschafter Wolfgang Petrisch und der Mitbegründer der Grünen Johannes Voggenhuber.

Dieses Forum soll unter anderem bei der strategischen Beratung und Weiterentwicklung der Plattform mitwirken, so Respekt.net Präsident Martin Winkler. Außerdem stellt das Advisory Board die letzte Instanz bei der Beurteilung strittiger Projekte dar.

Die Funktionsweise
Die finanzielle Unterstützung für Projekte kann direkt über die Plattform abgewickelt werden. Jedes Projekt hat ein vorgegebenes Budget, das zur Umsetzung nötig ist. Durch einen Fortschrittsbalken ist online ersichtlich, wie viel bereits investiert wurde beziehungsweise wie viel Geld noch notwendig ist. Jedes Projekt hat darüber hinaus noch einen bestimmten Zeitrahmen in dem die vorgegebene Summe erreicht werden soll.

Neben finanziellen Mittel ist es auch möglich, die Projekte mit aktiver Teilnahme zu unterstützen. Einerseits können Experten die Initiatoren der jeweiligen Projekte mit Fachwissen unterstützen. Andererseits ist es auch möglich, als „Projekt-Akteure“ ehrenamtlich an der Umsetzung mitzuarbeiten.

„Mein(e) Abgeordnete(r)“ als erstes Projekt
Für Aufsehen sorgte jüngst das Projekt „Mein(e) Abgeordnete(r)“ (die futurezone

), mit welchem eine sogenannte Transparenzdatenbank für heimische Politiker geplant wird. Auf dem Online-Portal sollen Informationen über Nebeneinkünfte oder auch Mitgliedschaften in diversen Vereinen gesammelt und aufgelistet werden.

Auch die Plattform selbst setzt auf Transparenz. So sollen Initiatoren und Geldgeber offengelegt und von jedem eingesehen werden können.

„Projekt gegen Lethargie“
Die politischen Unterstützer sehen in Respekt.net großes Potential. Wolfgang Petrisch meint etwa, dass es das Richtige ist um eine Demokratie am Leben zu erhalten: „Man muss eine Demokratie in Bewegung halten, um sie zu stablisieren, Respekt.net ist ein Paradebeispiel dafür“.

Auch Heide Schmidt stellt dem Projekt nach anfänglicher Skepsis ein gutes Zeugnis aus: „Auch wenn mich der Gedanke an eine Ideenbörse nicht sofort eingenommen hat, sehe ich nun das Potential eines derartigen Angebotes. Es ist ein Projekt gegen Lethargie und für aktive Gestaltung“. Laut Johannes Voggenhuber kann ein derartiges Prinzip noch „sehr weit führen“ und die Zivilgesellschaft stärken.

Verpflichtung an die Menschenrechte
Bei der Präsentation am Mittwoch erklärt Präsident Winkler die Ziele der Plattform: „Wir verpflichten uns der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und wollen uns für eine Verbesserung des Zusammenlebens engagieren“. Laut Winkler wurden in den ersten fünf Monaten bereits mehr als 100.000 Euro von 300 privaten Geldgebern für 36 verschiedene Projekte gespendet. Aktuell laufen 16 Projekte, die insgesamt 70.000 Euro suchen.

Erfreut zeigt sich Winkler von der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Einreichungen von Frauen kommen. Für die Zukunft wünsche er sich ein Entgegenkommen von der Regierung: „Eine einfache Möglichkeit für die Bundesregierung wäre es, jeden auf Respekt.net gespendeten Euro als steuerlich absetzbar anzuerkennen.“ Laut Winkler käme dies der ganzen Bevökerung zugute: „Schließlich profitiert ganz Österreich von diesen Projekten“, so der der Gründer abschließend.

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