Netzpolitik
08.03.2017

"Signal und WhatsApp-Verschlüsselung nicht geknackt"

Open Whisper Systems, die die technische Basis für die Sicherheit von WhatsApp und Signal liefern, sehen ihre Verschlüsselung nicht von der CIA geknackt.

Die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente lieferten keine Anhaltspunkte dafür, betonte Open Whisper Systems in der Nacht zu Mittwoch. Vielmehr gehe es dort darum, die Software der Telefone zu hacken. Damit könnten dann Informationen vor der Verschlüsselung oder nach der Entschlüsselung abgegriffen werden.

Open Whisper Systems sieht in dem bekanntgewordenen Vorgehen der CIA einen Erfolg der Verschlüsselungsoffensive der vergangenen Jahre. „Die allgegenwärtige Verschlüsselung treibt Geheimdienste von nicht entdeckbarer Massenüberwachung hin zu teuren, riskanten, gezielten Attacken.“ Open Whisper Systems hat die sichere Messaging-App Signal am Markt. Ihre Verschlüsselungstechnologie steckt aber auch in WhatsApp.

Wikileaks veröffentlichte am Dienstag mehr als 8000 Dokumente, die nach Angaben der Enthüllungsplattform von der CIA stammen und Details zum Hacking-Arsenal des Geheimdienstes liefern. Demnach können Smartphones, Computer und Netzwerktechnik gehackt werden, bis hin zu einem Modell eines Samsung-Fernsehers mit Kamera und Mikrofon. In den Dokumenten waren etliche Schwachstellen im Apple-System iOS und deutlich mehr Sicherheitslückem im Google-System Android benannt worden.