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Kritik
04/18/2014

Snowden verteidigt Teilnahme an Putins TV-Audienz

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeite muss für seinen Video-Auftritt bei der TV-Sendung "Direkter Draht" des russischen Präsidenten Wladimir Putin viel Kritik einstecken.

Auf Twitter nennen User ihn bereits "Putins Pudel". Jetzt wehrt sich der Whistleblower, wie "Spiegel Online" am Freitag berichtete.

Snowden, der aus den USA geflüchtet ist, lebt zurzeit in Russland. Lässt sich der Whistleblower nun also für Putins Zwecke instrumentalisieren, macht er gar "Marketing" für Russlands Präsidenten, wie es auf Twitter hieß? Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit-Magazins", nannte Snowden zum Beispiel "Putin's poodle" und fügte noch hinzu "Poor Snowden".

Snowden: Putin muss sich verantworten

Snowden reagierte mit einem Beitrag im "Guardian": Er habe an der TV-Sendung teilgenommen, weil sich der russische Präsident genauso wie US-Präsident Barack Obama für die massenhafte Überwachung seiner Bürger verantworten müsse, argumentierte er nach Angaben von "Spiegel Online".

Snowden hatte Putin am Donnerstag gefragt, ob Russland die Kommunikationsdaten von Millionen Menschen abfängt und diese speichert. Der Präsident hatte darauf geantwortet: Sein Land setze bestimmte Mittel ein, um Telefongespräche abzuhören und Internetkommunikation abzufangen. "Dies passiert aber nur mit gerichtlicher Zustimmung", beteuerte Putin. "So etwas wie in den USA kann es bei uns nicht geben." Eine massenhafte und unkontrollierte Ausspähung finde in Russland nicht statt.

"Ernsthafte Unstimmigkeiten"

Dies bezweifelt Snowden, wie er in seinem Artikel im "Guardian" schreibt. "Es gibt ernsthafte Unstimmigkeiten in seinem (Putins - d. Red.) Dementi." Russische Menschenrechtler beklagen immer wieder, dass unter Putin die Vollmachten der Geheimdienste in den vergangenen Jahren systematisch ausgeweitet worden seien, die Dienste außerhalb des Rechts agierten.

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