Netzpolitik
15.12.2014

Spanische Verleger mit Google-News-Abgang unzufrieden

Der Rückzug von Google News in Spanien nach Einführung einer Nachrichten-Gebühr hinterlässt ein Loch, das Verleger nun bedauern.

Der Abgang von Google News war nicht nur "die Schließung irgendeines Dienstes" beklagen Verleger wenige Tage nach dem Aus für den Nachrichten-Aggregator in Spanien. Aufgrund seiner dominanten Marktposition hinterlasse Google News nun ein großes Loch, das "zweifellos einen negativen Einfluss auf Bürger und spanische Unternehmen" haben werde, meint die Vereinigung der spanischen Zeitungsverleger AEDE, wie The Spain Report berichtet.

AEDE verlangt nun die Intervention der spanischen Behörden. Worin genau diese Intervention bestehen soll, ist unklar. Dass man Google News zurückhaben will - wie einige Medien berichten - stimme so nicht, meint AEDE: "Natürlich können sie ihren Dienst schließen. Aber die Schließung von Google News ist eine Sache, die Reihung im allgemeinen Suchindex eine andere."

Die Verleger-Vereinigung betont, stets für Verhandlungen mit Google offen gewesen zu sein und beklagt, dass das US-Privatunternehmen Google keinen "neutralen Standpunkt" eingenommen habe. Google News hat sich zuvor von Spanien aufgrund eines neuen Gesetzes verabschiedet, wonach das Unternehmen Gebühren an Zeitungsverleger entrichten muss, sobald es deren Inhalte auf Google News veröffentlicht. AEDE war treibende Kraft hinter der Einführung dieser Regelung.