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Netzpolitik
12/02/2013

Suchmaschinen müssen Ergebnisse in Frankreich ausblenden

Das Oberste Gericht in Paris hat Google, Microsoft und Yahoo angewiesen, 16 Video-Streaming-Dienste aus den Suchergebnissen auszublenden.

In einem zweijährigen Copyright-Rechtsstreit in Frankreich ist es jetzt zu einem Urteil gekommen. Die Suchmaschinen Google, Microsofts Bing und Yahoo müssen zukünftig dafür sorgen, dass 16 Streaming-Websites nicht mehr in den Suchergebnissen aufscheinen. Auch französische Provider wie Orange und Bouygues Telecom müssen für Kunden den Zugriff auf diese Seiten blockieren.

Die Klage wurde von fünf Gruppen eingereicht, die Filmunternehmen, Produzenten und Filmvertriebe repräsentierten. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass die Websites nahezu ausschließlich den Zweck haben, Inhalte ohne Genehmigung der Eigentümer zu streamen und damit gegen französisches Urheberrechtgesetz verstoßen.

Google, Microsoft, Yahoo und die Provider haben zwei Wochen Zeit, die Anordnung des Gerichts umzusetzen. In einem diese Woche startenden Prozess werden Sony Music, Universal Music und Warner Music vor Gericht treten, um die Sperrung der Website Kickass Torrents bei den fünf größten Internet-Providern von Frankreich zu erwirken.