Netzpolitik
15.07.2016

TTIP-Aktivisten hacken Werbetafeln in Brüssel

Um gegen das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP zu protestieren, haben Aktivisten ein digitales Werbebanner in Brüssel gehackt.

Derzeit wird in der belgischen Hauptstadt Brüssel das Handelsabkommen TTIP verhandelt. Vertreter der EU und der USA versuchen beim bereits 14. Treffen, das umstrittene Abkommen auf Schiene zu bringen. Das haben Aktivisten nun als Anlass genommen, um mit gehackten Werbetafeln gegen das Abkommen mit den USA zu protestieren. Wie die belgische Zeitung La Capitale und Netzpolitik.org berichten, konnten Aktivisten bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag Kontrolle über die digitale Werbetafel erlangen. Der markante Coca-Cola-Schriftzug wurde durch "Game Over" ersetzt, zudem wurde zum Protest aufgerufen.

Wie lange die Botschaft zu sehen war, ist unklar, die Aktivisten veröffentlichten jedoch ein Video ihrer Aktion auf Twitter. Auch an mehreren anderen Standorten wurden Werbetafeln gehackt. TTIP gilt als umstritten, da es die Umweltstandards in Europa deutlich senken würde. Zuletzt wurde durch den Leak der TTIP-Dokumente auch bekannt, dass der europäische Telekom-Markt durch das Abkommen deutlich mehr Freiheiten bekommen könnte. Zudem gibt es auch umstrittene Punkte, die die elektronische Kommunikation betreffen.