Netzpolitik
11.10.2013

US-Gericht weist Klage zu Google-Tracking-Skandal ab

Der Skandal um das Ausnutzen einer Sicherheitslücke in Safari und Internet Explorer hat für Google keine weiteren Konsequenzen. Eine Sammel-Klage wurde abgewiesen.

Ein Richter im US-Bundesstaat Delaware hat eine Sammelklage gegen Google abgewiesen. Die Kläger warfen Google vor, trotz Opt-Out-Funktion auf Apples Safari-Browser weiterhin Cookies zu speichern und dabei bewusst Mechanismen des Browsers zu umgehen. Die Klage wurde auf Basis zahlreicher Datenschutz- und Anti-Hacking-Gesetze eingereicht, letztendlich konnte man jedoch keinen Schaden vorweisen oder beweisen, dass Google persönliche Rechte verletzt habe.

Anfang 2012 wurde bekannt, dass Google und einige Online-Werbe-Netzwerke eine Sicherheitslücke in den Desktop- und mobilen Versionen des Safari-Browsers ausnutzten, um trotz anderslautender Einstellungen Cookies abzuspeichern. Google bezeichnete diesen Mechanismus als "Unfall" und machte es rückgängig. Später wurde jedoch bekannt, dass auch im Internet Explorer eine ähnliche Lücke von Google ausgenutzt wurde. Google musste daraufhin im August 2012 eine Rekord-Strafe von 22,5 Millionen US-Dollar an die US-Bundeshandelskommission FTC bezahlen.