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Maßnahme
04/10/2012

USA planen Datenbank für gestohlene Handys

Im Kampf gegen den Diebstahl von Mobiltelefonen wollen US-Behörden nun mit der Mobilfunkindustrie zusammenarbeiten. Laut Bericht der New York Times will die Kommunikationsbehörde FCC (Federal Communications Commission) am Dienstag Pläne vorstellen, die etwa eine zentrale Datenbank für gestohlene Mobiltelefone vorsieht.

Dem Bericht zufolge soll damit der Handel mit gestohlenen Geräten unterbunden werden bzw. diese für den Einsatz unbrauchbar werden, etwa indem sie nicht mehr im entsprechenden Netzwerk der Mobilfunkbetreiber verwendet werden können. Wie genau eine derartige Lösung aussehen wird und inwiefern die Anbieter sich im Netzwerk anmeldende Geräte identifizieren und sperren können, bleibt der Bericht schuldig. Alle großen US-Anbieter – Verizon, AT&T, Sprint und T-Mobile – sollen an dem Programm aber teilnehmen.

Jeder dritte Raubüberfall ein Handy-Diebstahl
Die FCC plant den nationalen Register in den kommenden 18 Monaten in die Tat umzusetzen. Aktuellen Zahlen zufolge ging es bei einem Drittel aller Raubüberfälle in den USA um einen Handy-Diebstahl. In New York City und in anderen Städten fiel dieser Wert mit über 40 Prozent noch höher aus. „Es ist viel zu einfach für einen Dieb, ein Handy zu stehlen und dieses auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Nach Ansicht der Polizei wird das geplante Programm zu einem starken Rückgang bei Handydiebstahlen führen“, zeigt sich der FCC-Vorsitzende Julius Genachowski überzeugt.