Netzpolitik
07/15/2014

USA wollen auch Daten von auswärtigen Servern

Die US-Regierung ist der Ansicht, dass jede Firma, die Geschäfte in den USA macht, Daten auf Anfrage herausgeben muss, auch wenn diese außerhalb der USA gespeichert sind.

Diese Ansicht steht dezeit vor Gericht auf dem Prüfstand. In dem konkreten Fall geht es darum, dass Microsoft E-Mails, die auf einem Server in Dublin, Irland, gespeichert sind, an US-Behörden ausliefern soll, wie arstechnica berichtet. US-Unternehmen wie Microsoft und Apple sind hingegen der Ansicht, dass US-Recht nur bis zur Staatsgrenze gelten kann. In erster Instanz ist ein Richter im April der Argumentation der Regierung gefolgt und die Herausgabe der Daten von Microsoft verlangt. Der Konzern hat Berufung eingelegt, ein Bundesrichter wird den Fall am 31 Juli anhören.

Im Rahmen der Einreichungen für den Fall hat die US-Regierung kundgetan, dass elektronisch gespeicherte Information nicht denselben Schutz genießt, wie in der realen Welt abgelegte Dokumente. Microsoft hingegen bittet den Richter zu berücksichtigen, dass das Vertrauen in US-Technologiefirmen auf einem Tiefstand ist. Das gefährde die Vorherrschaft amerikanischer Technik. Die US-Justiz hingegen sagt, globale Strafverfolgung sei eine Notwendigkeit, da es im Netz keine Grenzen gebe. Die umstrittenen E-Mails sollen helfen, einen Drogenschmugglerring auszuheben.