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Netzpolitik
06/25/2016

USA wollen Facebook-Account bei Einreise prüfen

Fingerprint und Foto sind den US-Behörden offenbar nicht genug. In Zukunft sollen Reisende auch Angaben zu ihren User-Namen auf Facebook, Twitter und Co machen.

Einem neuen Antrag der Bundesbehörden zufolge, der im Federal Register publiziert wurde, sollen Reisende in die USA künftig ein weiteres Feld bei ihren ESTA- und VISA-Anträgen vorfinden. Unter diesem wird nach Social-Media-Accounts und den dazugehörigen User-Namen gefragt. Dem Vorschlag nach erfolgt das Ausfüllen des neuen Feldes offenbar auf freiwilliger Basis, auch bleibt unklar, wie ernst die US-Behörden die Überprüfung der Accounts durchführen würden.

Gläserner Besucher

Das Abfragen von User-Accounts in sozialen Medien wäre ein weiterer Schritt, um Besucher vor der Einreise in die USA genau zu durchleuchten. Die Forderung wird immer wieder nach Amokläufen und Gewalttaten laut, da sich manchmal Hinweise darauf in den User-Profilen diverser Social-Media-Accounts finden. Bisher ist die Überprüfung allein schon deshalb schwierig, weil viele User nicht mit ihrem echten Namen auf Plattformen angemeldet sind. Der Antrag auf Änderung wird in 60 Tagen formal behandelt. Bis dahin können US-Bürger Kommentare und Anregungen an die Zoll- und Grenzbehörden in Washington schicken.