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Netzpolitik
11/25/2019

Wiederbetätigung an Universität Wien per WhatsApp

In den WhatsApp-Gruppen wurde der Nationalsozialismus verherrlicht, frauenfeindliche Inhalte verbreitet und gegen Minderheiten gehetzt.

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) der Uni Wien hat Anzeige wegen Wiederbetätigung erstattet. An der Fakultät für Physik der Uni Wien soll es WhatsApp-Gruppen mit über 80 Teilnehmern geben, in denen „zutiefst menschenverachtende Inhalte verbreitet werden“, so die ÖH Uni Wien.

Mit Texten und Bildern sollen die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht worden sein, speziell die Vernichtung der europäischen Juden. Ebenfalls geteilt wurden frauenverachtende Inhalte, sowie Anfeindungen und Beleidigungen von behinderten Menschen, sowie religiösen und ethnischen Minderheiten.

Die ÖH Uni Wien verweist auf die Gefährlichkeit solcher Chatgruppen, insbesondere aufgrund eines Vorfalls vor einem Monat. Ein Physikstudent hatte eine geladene Schusswaffe im Hörsaal mit. Dieser hatte zuvor in sozialen Netzwerken „antimuslimisch-rassistische Gewaltfantasien“ verbreitet, so die ÖH.