Prozess
06/26/2012

WikiLeaks-Informant will Zugang zu Beweismittel

Anwalt von Bradley Manning sieht Recht auf fairen Prozess verletzt

Der des Landesverrats beschuldigte Wikileaks-Informant Bradley Manning hat vor einem Militärgericht in den USA die Freigabe von Beweismitteln durch die Anklage verlangt. Manning forderte bei einer Voruntersuchung am Montag außerdem, das Verfahren gegen ihn auszusetzen, bis diese Informationen seinen Verteidigern zugänglich gemacht worden sind. Mannings Anwälte warfen der Anklage vor, Beweismittel, die der Verteidigung helfen könnten, absichtlich nicht freizugeben.

Damit hätte sie bereits Mannings Recht auf ein faires Verfahren verletzt, sagte Verteidiger David Coombs. Manning wird vorgeworfen, hunderttausende geheime Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Der Beginn des Hauptverfahrens gegen ihn ist für September angesetzt, der Vorsitzende Militärrichter hat aber bereits eine Verschiebung auf November oder Jänner in Aussicht gestellt.

Mehr zum Thema

  • Prozess gegen WikiLeaks-Informant verschoben
  • US-Regierung: Wikileaks-Informant half Al-Kaida
  • WikiLeaks-Informant muss vor US-Militärgericht