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02.12.2011

AK erneuert Kritik an Servicepauschale

Die Arbeiterkammer hat den Mobilfunk- und Internetanbietern einmal mehr Intransparenz bei deren Preisgestaltung vorgeworfen. Von elf getesteten Anbietern würden sieben jährlich bis zu 20 Euro Service-Pauschale verlangen. Die AK kritisiert, dass die in diesem Jahr eingeführten Pauschalbeträge für Kunden bei Vertragsabschluss kaum ersichtlich oder unvollständig angegeben sind. Die Pauschale müsse eigentlich im Grundentgelt inkludiert sein, verlangt die AK.

„Die fixe Jahresgebühr kommt eigentlich einer intransparenten Tarif-Erhöhung gleich“, kritisiert AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Um die Angebote besser vergleichbar zu machen, sollten die Zusatzkosten direkt bei den Tarifen eingerechnet werden. Von den getesteten Anbietern weist nur Tele2 das Serviceentgelt fürs Internet in monatlichen Teilbeträgen von 1,25 Euro zusätzlich zu den Grundentgelten aus. Wie UPC und A1 belaufen sich die jährlichen Pauschalkosten bei Tele2 für Breitbandinternet auf 15 Euro jährlich.

Versteckte Nebenspesen
Bei den getesteten Mobilfunkanbietern verzichten nur Bob, Yesss, Red Mobile und Ge-org auf die sogenannte SIM-Kartenpauschale. A1, T-Mobile, Orange und Drei haben sich auf 19,90 bzw. 20 Euro "verständigt", Telering gibt sich mit zehn Euro zufrieden, vergesse laut AK aber beim mobilen Internet anzumerken, "dass die Pauschale jährlich anfällt". Tele.ring widerspricht dieser Darstellung und verweist auf die Webseite, wo der Zusatz "jährlich" nun tatsächlich angegeben ist. Aber auch T-Mobile wird kritisiert, da die Speseninfo zum Jahresentgelt unter dem nichtssagenden Begriff "Basispaket" versteckt sei.

"Die Aufklärung über die Jahresgebühr ist schleißig.Wer das Kleingedruckte nicht akribisch liest, findet die Informationen über das Pauschale nicht“, resümiert Zimmer. „Es geht nicht an, Konsumenten mit Billigtarifen in der Werbung anzulocken, und dann zahlen sie über versteckte Nebenspesen wie jährliche Servicepauschalen mehr als gedacht“, so die AK-Konsumentenschützerin.

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