Bei den Gilmore Girls fühlen sich Sprachassistenten besonders oft angesprochen

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02/24/2020

Bei diesen TV-Serien aktiviert sich Alexa am häufigsten selbst

Serien, in denen besonders viel gesprochen wird, haben eine hohe Trefferquote beim Aktivieren von Sprachassistenten.

Alexa, Siri und Google Assistant reagieren nicht nur auf ihre Nutzer, sondern auch auf Unterhaltungen im Fernsehen. Auf welche Serien die smarten Lautsprecher besonders häufig ansprechen, haben Wissenschaftler der Northeastern University Boston, Massachusetts und dem Imperial College in London, untersucht. Ziel der Untersuchung ist es, Gründe für fälschliche Aktivierungen zu identifizieren. 

Wenig überraschend sind vor allem Serien mit hoher Wortdichte anfällig. Spitzenreiter ist die Serie "Gilmore Girls". Deren Hauptfiguren sprechen so viel und schnell, dass die Drehbücher der Folgen teilweise doppelt so lang waren, wie die einer regulären Serie.

Weitere Serien, auf die die Sprachassistenten besonders häufig reagieren, sind "Grey's Anatomy", "The Office", "Riverdale" und "Big Bang Theory". Alle Shows sorgten mindestens einmal dafür, dass die Geräte aktiviert wurden.

"Hey Sorry"

Normalerweise werden die Geräte nur dann aktiviert, wenn sie mit einer bestimmten Phrase wie "Okay, Google" oder "Hey, Siri" angesprochen werden. Allerdings können auch ähnlich klingende Wortfolgen wie "Okay, and what ..." oder "Hey sorry" die Speaker aufwachen lassen. Alexa ließ sich auch mit "Kevin's car" und "congresswoman" aktivieren.

In ihrem Experiment spielten die Wissenschaftler den Speakern 125 Stunden lang Netflix-Serien vor. Sie fanden heraus, dass die Geräte zwischen 1,5 und 19 Mal am Tag aktiv wurden. Am häufigsten aktivierten sich Microsofts Cortana und Apples HomePod, gefolgt von Amazons Echo Dot 2, Google Home Mini und dem Echo Dot 3. Allerdings ließen sich die Aktivierungen schwer reproduzieren. Die Tests wurden 12 Mal wiederholt. Weniger als 10 Prozent der Phrasen, die die Geräte aufhorchen ließen, zeigten eine Regelmäßigkeit bei der Aktivierung.

Die Ergebnisse sind Teil einer weiterführenden Forschung zu smarten Lautsprechern. Untersucht wird, wann Audio-Aufzeichnungen aufgenommen und in der Cloud gespeichert werden und ob die Cloudanbieter den Nutzern alle gespeicherten Daten offen legen.