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Canon lüftet Geheimnis um Vollformat-Systemkamera EOS R

Lange hat es gedauert, aber nun geht auch Canon mit einer eigenen spiegellosen Vollformat-Systemkamera ins Rennen gegen Sony und Nikon. Am Mittwoch wurde die entsprechende Kamera offiziell präsentiert. Die zuletzt zahlreich aufgetauchten Leaks haben sich dabei zum größten Teil bestätigt. So kommt die EOS R mit einem Vollformat-Sensor, der mit maximal 30 Megapixel auflöst. 

Es dürfte sich dabei um den gleichen Sensor handeln, der auch in der Spiegelreflexkamera 5D Mark IV zum Einsatz kommt. Ein detailliertes Datenblatt hat Canon unmittelbar nach Präsentation noch nicht zur Verfügung gestellt, laut vorab geleakten Informationen liegt die Lichtempfindlichkeit zwischen ISO 100 und 40.000 und lässt sich auf 50, 51.200 und 102.400 erweitern. Die Verschlusszeiten liegen zwischen 1/8000 bis 30 Sekunden. Videos werden in 4K UHD mit maximal 30 fps gemacht, in sind es bis zu 60fps. 

Bei der EOS R kommt Canons Dual-Pixel-Autofokus zum Einsatz. Kein Tippfehler: Der Sensor verfügt laut offiziellen Angaben über 5.655 Messpunkte. Die Kamera ist außerdem mit einem WLAN-Adapter ausgestattet.

Das Äußere

In Sachen Gehäusedesign bleibt Canon so konservativ wie möglich. Die EOS R sieht im Grunde aus wie eine geschrumpfte Spiegelreflexkamera.  

Dazu passt auch, dass die EOS R auf der Oberseite ein zweites Display aufweist, ein Feature, das Sony bei seinen spiegellosen Vollformat-Kameras nicht integriert hat. Laut Canon soll jedes Bedienelement am Gehäuse individualisierbar sein.  

Anstatt des optischen Suchers setzt man auf einen OLED-Viewfinder mit 3,69 Millionen Bildpunkten. Das rückseitige Display ist dreh- und schwenkbar.

Neues Bajonett, neue Objektive 

Angestammte Canon-Nutzer, die sich erhofft hatten, ihre bereits gekauften Objektive einfach weiterverwenden zu können, werden enttäuscht sein, dass die EOS R mit einem völlig neuen Bajonett kommt, das sich auch von Canons altem Systemkamera-Bajonett EF-M unterscheidet. Das neue RF-Bajonett hat einen Durchmesser von 54mm und ein Auflagemaß von 20mm. Immerhin gibt es verschiedene Adapter, um die bereits seit langem etablierten EF-Objektive auch an der neuen EOS R zu verwenden.

Keine Adapter gibt es für Objektive für Canons EF-M-Bajonett seiner APS-C-Systemkameras. Da jenes über ein Auflagemaß von 18 mm verfügt, ist auch nicht davon auszugehen, dass ein entsprechender Adapter von Canon nachgeliefert wird. 

Gleichzeitig mit der Kamera hat Canon mehrere EOS-R-kompatible Objektive vorgestellt. Auch diese Vorab-Leaks wurden hier bestätigt, so kündigte Canon vier Objektive an: 35mm mit f1.8, 50mm mit f1.2L, 28-70mm f2L und 24-105 f4L. Auffällig ist hier vor allem das 28-70mm, das laut Canon das lichtstärkste Vollformat-Standard-Zoom am Markt ist.

Verfügbarkeit und Preis

Wie auch schon bei Nikons Z-Serie ist auch bei Canons Vollformat-Systemkamera standardmäßig ein Adapter im Lieferumfang enthalten, mit dem DLSR-Objektive genutzt werden können. Body und EF-Adapter werden laut Canon im Kit um 2519,99 Euro ab 9. Oktober verkauft. Im Kit mit RF 24-105mm f/4 L kostet die Kamera 3529,99 Euro. 

Das RF 24-105mm f/4 L IS USM wird 1209,99 Euro kosten und ebenfalls ab 9. Oktober verkauft werden. Später folgen dann das RF 28-70mm f/2 L USM um 3279,99 Euro und das RF 50mm f/1.2 L USM um 2519,99 Euro. Das günstigste RF-Objektiv ist das RF 35mm f/1.8 Macro IS STM um 559,99 Euro.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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