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Betriebssystem
09/27/2015

Chinas Windows-Alternative ist XP-Kopie

China will bei Computer-Betriebssystemen von Microsoft loskommen und arbeitet aus diesem Grund mit dem Ubuntu-Macher Canonical zusammen.

China versucht zunehmend, sich unabhängig von Microsoft-Technologie zu machen und hat vor mehr als einem Jahr Behörden sogar verboten, Windows 8 auf ihren Rechnern zu nutzen. Aus Sicherheitsgründen dürfe das neueste Betriebssystem von Microsoft nicht eingesetzt werden, wie es in einem entsprechenden Bericht hieß.

Als Alternative wurde ein eigenes, staatlichen Betriebssystems entwickelt. Dazu hat sich der Staat bereits 2013 mit Canonical, der Firma hinter der Linux-Distribution Ubuntu, zusammengetan. Gemeinsam startete man die Entwicklung der Windows-Alternative Kylin auf Linux-Basis. Wie The Verge berichtet, hat sich Quartz das Betriebssystem näher angesehen.

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Dell liefert PCs mit Kylin aus

Kylin wird laut The Verge auch von kommerziellen PC-Herstellern genutzt, die ihre Geräte mit dem OS ausliefern. Dazu zählt etwa auch Dell. Mittlerweile sind rund 40 Prozent der PCs, die Dell in dem Land verkauft, mit Kylin ausgestattet. Ob dabei jedoch auch der Windows-XP-Skin zum Einsatz kommt, ist unbekannt.

Grund für die XP-Optik dürfte sein, dass in China immer noch zahlreiche PC-Anwender auf das veraltete XP setzen, das nicht mehr mit Sicherheitsupdates beliefert wird. Laut Zahlen von Statcounter laufen noch über 20 Prozent der PCs in China mit dem alten Windows. Wie viele Chinesen Kylin tatsächlich verwenden, ist ebenfalls unklar. Den Betriebssystem-Zahlen zufolge dürfte es jedoch nur ein äußerst kleiner Teil sein. Das beliebteste System des Landes ist mit demnach Windows 7, das auf rund jedem zweiten PC im Land läuft.